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Kuduru - Musikmachen ohne Führerschein
(2009)
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Nadine Siegert
- Im diesem Artikel möchte ich einen ersten wissenschaftlichen Versuch unternehmen, die musikalische Kultur des Kuduru und seine Bedeutung sowohl in der angolanischen Hauptstadt als auch in der - vielfach als Vorort Luandas wahrgenommenen - zweiten Produktionsstätte Lissabon zu beleuchten. Kuduru als rein elektronische Musik ist derzeit tatsächlich als einzigartig für Afrika zu bewerten - abgesehen von einigen südafrikanischen Kwaito-Stücken gibt es keine nur mit Computertechnologie generierte Populärmusik. In den populären Jugendkulturen anderer afrikanischer Metropolen ist vielmehr lokaler Hip Hop und Reggae dominant. Die vielfach an zeitgenössische Musikentwicklungen herangetragene Kritik der Homogenisierung und Amerikanisierung durch globale Einflüsse lässt sich im Fall der Kuduru-Szene kaum bestätigen. Zwar handelt es sich hier um elektronische Musik, die sich musikalisch westlichen Musikkulturen annähert und mit diesen kreuzt, jedoch haben wir es nicht mit einer Rave-Kultur zu tun, wie sie in den urbanen Zentren Europas im Zusammenhang mit Techno- und Housemusik seit den späten 1980er Jahren entstanden ist. Im Kuduru geht es nicht um ´kollektive Tanzekstase, oder ´unreflektierte Spaß- und Partykultur, Elemente die als charakteristisch für die Rave-Kultur der 1990er Jahre gelten. Kuduru und seine Performance sind vielmehr individualistisch angelegt. Zwar findet, wie auch in anderen Bereichen elektronischer Musikkultur, eine Art Nivellierung der Hierarchiestrukturen statt, vor allem über den offenen Austausch von Daten und Informationen (sog. open-content) sowie eine starke Vernetzung über die so genannte ´virtuelle Kulturrealität, das Internet. Gleichzeitig gibt es Kuduru aber auch ganz manifest in der Kulturrealität vor Ort. Hier wird Starkult betrieben und Machtpositionen zwischen den besten Musikern, DJs und Tänzern werden ausgehandelt.
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Loess-like and palaeosol sediments from Lanzarote (Canary Islands/Spain) —Indicators of palaeoenvironmental change during the Late Quaternary
(2009)
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Hans von Suchodoletz
Peter Kühn
Ulrich Hambach
Michael Dietze
Ludwig Zöller
Dominik Faust
- On Lanzarote (Canary Islands) Quaternary Saharan dust and weathered local volcanic material were trapped in Miocence to Pliocene valleys dammed by younger volcanic edifices. These sediments show sequences of alternating reddish/clayey and loess-like yellowish/silty material. In order to investigate if reddish/clayey layers contain material derived from local pedogenesis and if so, which pedogenetic processes were active, we performed sedimentological, micromorphological and environmental magnetic analyses. The analyses demonstrate that these layers contain material derived from local soils. These soils were characterised by clay formation, rubefication and the formation of superparamagnetic particles during periods of enhanced soil moisture. Thus, they can serve as natural archives in order to reconstruct the terrestrial palaeoclimatic history of Lanzarote. The distribution of soil material in the profiles shows that cold periods of the Late Quaternary were characterised by more humid conditions than today. Using palaeontological remains and a comparison with recent soils on Tenerife, we can roughly estimate maximal palaeoprecipitation values during more humid periods.
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The evolution of Saharan dust input on Lanzarote (Canary Islands) – influenced by human activity in the Northwest Sahara during the early Holocene?
(2009)
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Hans von Suchodoletz
Hedi Oberhänsli
Dominik Faust
Markus Fuchs
Cécile Blanchet
Tobias Goldhammer
Ludwig Zöller
- An overall Holocene increase of Saharan dust input to the Canary Islands and to the North Canary Basin is accompanied by a strong coarsening of Saharan dust in loess-like sediments deposited on Lanzarote from ~7–8 ka. No similar coarsening events are indicated in investigations of the sedimentological record for the last 180 ka, a period showing several dramatic climate changes. Therefore a mobilisation of Holocene dust by anthropogenic activity in the northwest Sahara east of the Canary Islands is assumed. Although scarce archaeological data from the coastal area of that region does not point to strong anthropogenic activity during the early Holocene, a high density of unexplored archaeological remains is reported from the coastal hinterlands in the Western Sahara. Thus, the hypothesis of early anthropogenic activity cannot be excluded.
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Exploiting combinatorial relaxations to solve a routing & scheduling problem in car body manufacturing
(2010)
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Jörg Rambau
Cornelius Schwarz
- Motivated by the laser sharing problem (LSP) in car body manufacturing, we define the new general routing and scheduling problem (RSP). In the RSP, multiple servers have to visit and process jobs; renewable resources are shared among them. The goal is to find a makespan-minimal scheduled dispatch. We present complexity results as well as a branch-and-bound algorithm for the RSP. This is the first algorithm that is able to solve the LSP for industrially relevant problem scales.
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Strawinskys Transformation des Urbanen.
(2010)
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Monika Woitas
- Nach 1900 kommt es durch Technisierung und Urbanisierung des Lebens zu einem tief greifenden Wandel der Wahrnehmung: multi-perspektivische und fragmentarisierte Sinneseindrücke entziehen sich jeglicher Linearität; Raum und Zeit werden durch neue Verkehrsmittel und Medien wie den Film anders erfahrbar, Rhythmus und Klang der Maschinen avancieren zu Schrittmachern der Moderne. In den Bühnenwerken Igor Strawinskys erscheinen diese Erfahrungen in kompositorische und szenische Strukturen transformiert: Musik ist nicht mehr nur Klang, sondern immer auch motorische Aktion; Konstruktion und Montage lösen organische Gestaltungsprinzipien der Musik ab; Motive und Themen folgen nicht mehr aufeinander, sondern werden zu komplexen Klangbildern vernetzt. Der vorliegende Beitrag geht den Varianten dieser Transformation des Urbanen von Petruschka (1911) über Le Sacre du Printemps (1913) und Les Noces (1914-23) bis zu Histoire du Soldat (1918) nach und eröffnet damit einen neuen Blick auf scheinbar Bekanntes.
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Hafner – Haydn – Casti/Paisiello: Zum „Abschied“ von der Bühne.
(2010)
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Christine Siegert
- Ausgehend von einer Besprechung der Uraufführung von Giambattista Castis und Giovanni Paisiellos Il re Teodoro in Venezia (1784) in der Wiener Kronik historisch-politisch-philosophisch-litterärischen Inhalts, die die Oper in Beziehung setzt mit Philipp Hafners Komödie Der Furchtsame (1764) und Joseph Haydns „Abschiedssinfonie“ Hob. I:45 (1772) werden die drei Stücke insbesondere hinsichtlich ihrer ungewöhnlichen Schlussbildung verglichen. Dabei stellt sich die Frage, die allerdings offen bleiben muss, ob sich auch Haydn bei der Komposition seiner Sinfonie an Hafner orientiert haben könnte. In jedem Fall erscheint die performative Dimension von Haydns Sinfonie durch den möglichen theatralen Kontext in einem neuen Licht.
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David Lynch – Dark Splendor. Raum Bilder Klang, hrg. von Werner Spies, Ostfildern 2009; See this Sound. Versprechungen von Bild und Ton, hrg. von Cosima Rainer, Stella Rollig, Dieter Daniels, Manuela Ammer und vom Kunstmuseum Linz, Köln 2009.
(2010)
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Sarah Mauksch
- Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um die Vorstellung und Bewertung der Ausstellungkataloge "David Lynch - Dark Splendor. Raum Bilder Klang" sowie "See this Sound. Versprechungen von Bild und Ton".
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Feste – Opern – Prozessionen, hrg. von Katharina Hottmann und Christine Siegert, Hildesheim: Olms 2008 (Jahrbuch Musik und Gender, hrg. vom Forschungsinstitut Musik und Gender und der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien in der GfM, Bd. 1).
(2010)
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Sarah Manthey
- Der vorliegende Text bespricht den Sammelband "Feste – Opern – Prozessionen", der im Rahmen des Jahrbuchs für Musik und Gender veröffentlicht wurde.
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Editorial zu Heft 1 von "ACT - Zeitschrift für Musik und Performance".
(2010)
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Anno Mungen
Knut Holtsträter
- Beim vorliegenden Text handelt es sich um das Editorial zur ersten Ausgabe der Zeitschrift "ACT - Zeitschrift für Musik und Performance".
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Playing the Tune: Video Game Music, Gamers, and Genre
(2011)
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Tim Summers
- This article proposes a particular approach to video game music by advocating a genre-based enquiry. Two generic levels are active in video game music: “interactive genre” (the type of game/interactive mechanism) and “environmental genre” (the “setting” of the game). The interaction between these levels produces the game’s music. By examining games within the same interactive genre, even if the environmental genre is markedly different, we can begin to uncover similar concerns, functions and methodologies of game music. Three interactive genres are briefly examined (survival horror games, strategy games, fighting games), in order to demonstrate how musicalstrategic similarities can be seen to weave through game genres.