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Aushandlungsprozesse von Expertise in einem interkulturellen Lehr-/Lernkontext: AIDS-Präventionskampagnen in Burkina Faso
(2003)
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Kirsten Schindler
Carsten Steinmetz
- Burkina Faso ist mit einer HIV/AIDS-Rate von ca. 10% das am zweitstärksten von der AIDS-Pandemie betroffene Land Westafrikas. Dieser kritischen Situation wird seit Beginn der neunziger Jahre mit zahlreichen Präventionskampagnen begegnet. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte Peer-Educators. Unser Beitrag stellt ein in Planung befindliches Projekt am Lehrstuhl für Romanische und Allgemeine Sprachwissenschaft, Universität Bayreuth, vor, dass auf eine Analyse der Präventionskampagnen aus gesprächsanalytischer Perspektive abzielt. Die Gesprächsdaten, auf die sich unsere Untersuchungen beziehen, stammen aus den einwöchigen Ausbildungskursen dieser Peer-Educators. Der Beitrag diskutiert am Beispiel von zwei Transkripten in französischer Sprache (+ Übersetzung) besonders Aushandlungsprozesse von Expertise in den Kursen.
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Sprache, Diskurs und Gesundheit
(2008)
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Martina Drescher
- Im Zentrum des Beitrags stehen kommunikative Aspekte der HIV/AIDS-Prävention im subsaharischen Afrika. Ausgehend von der Heterogenität des Wissens über HIV/AIDS, die in der Existenz von unterschiedlichen, miteinander konkurrierenden Diskursen zum Ausdruck kommt, befasst sich der Beitrag insbesondere mit Problemen der Sprachenwahl sowie der Adressatenorientierung von Präventionskampagnen in mehrsprachigen Gesellschaften.
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Kuduru - Musikmachen ohne Führerschein
(2009)
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Nadine Siegert
- Im diesem Artikel möchte ich einen ersten wissenschaftlichen Versuch unternehmen, die musikalische Kultur des Kuduru und seine Bedeutung sowohl in der angolanischen Hauptstadt als auch in der - vielfach als Vorort Luandas wahrgenommenen - zweiten Produktionsstätte Lissabon zu beleuchten. Kuduru als rein elektronische Musik ist derzeit tatsächlich als einzigartig für Afrika zu bewerten - abgesehen von einigen südafrikanischen Kwaito-Stücken gibt es keine nur mit Computertechnologie generierte Populärmusik. In den populären Jugendkulturen anderer afrikanischer Metropolen ist vielmehr lokaler Hip Hop und Reggae dominant. Die vielfach an zeitgenössische Musikentwicklungen herangetragene Kritik der Homogenisierung und Amerikanisierung durch globale Einflüsse lässt sich im Fall der Kuduru-Szene kaum bestätigen. Zwar handelt es sich hier um elektronische Musik, die sich musikalisch westlichen Musikkulturen annähert und mit diesen kreuzt, jedoch haben wir es nicht mit einer Rave-Kultur zu tun, wie sie in den urbanen Zentren Europas im Zusammenhang mit Techno- und Housemusik seit den späten 1980er Jahren entstanden ist. Im Kuduru geht es nicht um ´kollektive Tanzekstase, oder ´unreflektierte Spaß- und Partykultur, Elemente die als charakteristisch für die Rave-Kultur der 1990er Jahre gelten. Kuduru und seine Performance sind vielmehr individualistisch angelegt. Zwar findet, wie auch in anderen Bereichen elektronischer Musikkultur, eine Art Nivellierung der Hierarchiestrukturen statt, vor allem über den offenen Austausch von Daten und Informationen (sog. open-content) sowie eine starke Vernetzung über die so genannte ´virtuelle Kulturrealität, das Internet. Gleichzeitig gibt es Kuduru aber auch ganz manifest in der Kulturrealität vor Ort. Hier wird Starkult betrieben und Machtpositionen zwischen den besten Musikern, DJs und Tänzern werden ausgehandelt.
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Strawinskys Transformation des Urbanen.
(2010)
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Monika Woitas
- Nach 1900 kommt es durch Technisierung und Urbanisierung des Lebens zu einem tief greifenden Wandel der Wahrnehmung: multi-perspektivische und fragmentarisierte Sinneseindrücke entziehen sich jeglicher Linearität; Raum und Zeit werden durch neue Verkehrsmittel und Medien wie den Film anders erfahrbar, Rhythmus und Klang der Maschinen avancieren zu Schrittmachern der Moderne. In den Bühnenwerken Igor Strawinskys erscheinen diese Erfahrungen in kompositorische und szenische Strukturen transformiert: Musik ist nicht mehr nur Klang, sondern immer auch motorische Aktion; Konstruktion und Montage lösen organische Gestaltungsprinzipien der Musik ab; Motive und Themen folgen nicht mehr aufeinander, sondern werden zu komplexen Klangbildern vernetzt. Der vorliegende Beitrag geht den Varianten dieser Transformation des Urbanen von Petruschka (1911) über Le Sacre du Printemps (1913) und Les Noces (1914-23) bis zu Histoire du Soldat (1918) nach und eröffnet damit einen neuen Blick auf scheinbar Bekanntes.
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Hafner – Haydn – Casti/Paisiello: Zum „Abschied“ von der Bühne.
(2010)
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Christine Siegert
- Ausgehend von einer Besprechung der Uraufführung von Giambattista Castis und Giovanni Paisiellos Il re Teodoro in Venezia (1784) in der Wiener Kronik historisch-politisch-philosophisch-litterärischen Inhalts, die die Oper in Beziehung setzt mit Philipp Hafners Komödie Der Furchtsame (1764) und Joseph Haydns „Abschiedssinfonie“ Hob. I:45 (1772) werden die drei Stücke insbesondere hinsichtlich ihrer ungewöhnlichen Schlussbildung verglichen. Dabei stellt sich die Frage, die allerdings offen bleiben muss, ob sich auch Haydn bei der Komposition seiner Sinfonie an Hafner orientiert haben könnte. In jedem Fall erscheint die performative Dimension von Haydns Sinfonie durch den möglichen theatralen Kontext in einem neuen Licht.
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David Lynch – Dark Splendor. Raum Bilder Klang, hrg. von Werner Spies, Ostfildern 2009; See this Sound. Versprechungen von Bild und Ton, hrg. von Cosima Rainer, Stella Rollig, Dieter Daniels, Manuela Ammer und vom Kunstmuseum Linz, Köln 2009.
(2010)
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Sarah Mauksch
- Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um die Vorstellung und Bewertung der Ausstellungkataloge "David Lynch - Dark Splendor. Raum Bilder Klang" sowie "See this Sound. Versprechungen von Bild und Ton".
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Feste – Opern – Prozessionen, hrg. von Katharina Hottmann und Christine Siegert, Hildesheim: Olms 2008 (Jahrbuch Musik und Gender, hrg. vom Forschungsinstitut Musik und Gender und der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien in der GfM, Bd. 1).
(2010)
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Sarah Manthey
- Der vorliegende Text bespricht den Sammelband "Feste – Opern – Prozessionen", der im Rahmen des Jahrbuchs für Musik und Gender veröffentlicht wurde.
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Editorial zu Heft 1 von "ACT - Zeitschrift für Musik und Performance".
(2010)
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Anno Mungen
Knut Holtsträter
- Beim vorliegenden Text handelt es sich um das Editorial zur ersten Ausgabe der Zeitschrift "ACT - Zeitschrift für Musik und Performance".
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Chaos in the Cosmos: The Play of Contradictions in the Music of Katamari Damacy
(2011)
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Steven B. Reale
- Auf den ersten Blick ist Katamari Damacy (Namco, 2004) ein simples und heiteres Computerspiel. Dennoch steckt es voller thematischer Verwicklungen und Komplikationen, die eine Reihe von ethischen und ästhetischen Fragen aufwerfen, beispielsweise die Beziehung von Kindheit und Schrecken, zwischen Vater und Sohn sowie von digital und analog; darüber hinaus werden all die Verwicklungen, die diese Paarungen bestimmen, geschickt von der Musik des Spiels unterstrichen. Der Artikel spürt einem musikalischen Thema nach, welches als idee fixe des Spiels fungiert und im Verlauf mehrerer Levels des Spiels musikalisch umgestaltet wird. Weil die Musik das Potenzial besitzt die Spielerperformance zu beeinflussen, kann selbst non-diegetische, nicht-dynamische Computerspielmusik tiefgreifend andere Funktionen haben als non-diegetische Filmmusik.
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Malte Friedrich, Urbane Klänge. Popmusik und Imagination der Stadt, Bielefeld: Transcript 2010
(2011)
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Dominic Larue
- Rezension zu: Malte Friedrich, Urbane Klänge. Popmusik und Imagination der Stadt, Bielefeld: Transcript 2010