Bayreuth African Studies Working Papers
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Kuduru - Musikmachen ohne Führerschein
(2009)
- Im diesem Artikel möchte ich einen ersten wissenschaftlichen Versuch unternehmen, die musikalische Kultur des Kuduru und seine Bedeutung sowohl in der angolanischen Hauptstadt als auch in der - vielfach als Vorort Luandas wahrgenommenen - zweiten Produktionsstätte Lissabon zu beleuchten. Kuduru als rein elektronische Musik ist derzeit tatsächlich als einzigartig für Afrika zu bewerten - abgesehen von einigen südafrikanischen Kwaito-Stücken gibt es keine nur mit Computertechnologie generierte Populärmusik. In den populären Jugendkulturen anderer afrikanischer Metropolen ist vielmehr lokaler Hip Hop und Reggae dominant. Die vielfach an zeitgenössische Musikentwicklungen herangetragene Kritik der Homogenisierung und Amerikanisierung durch globale Einflüsse lässt sich im Fall der Kuduru-Szene kaum bestätigen. Zwar handelt es sich hier um elektronische Musik, die sich musikalisch westlichen Musikkulturen annähert und mit diesen kreuzt, jedoch haben wir es nicht mit einer Rave-Kultur zu tun, wie sie in den urbanen Zentren Europas im Zusammenhang mit Techno- und Housemusik seit den späten 1980er Jahren entstanden ist. Im Kuduru geht es nicht um ´kollektive Tanzekstase, oder ´unreflektierte Spaß- und Partykultur, Elemente die als charakteristisch für die Rave-Kultur der 1990er Jahre gelten. Kuduru und seine Performance sind vielmehr individualistisch angelegt. Zwar findet, wie auch in anderen Bereichen elektronischer Musikkultur, eine Art Nivellierung der Hierarchiestrukturen statt, vor allem über den offenen Austausch von Daten und Informationen (sog. open-content) sowie eine starke Vernetzung über die so genannte ´virtuelle Kulturrealität, das Internet. Gleichzeitig gibt es Kuduru aber auch ganz manifest in der Kulturrealität vor Ort. Hier wird Starkult betrieben und Machtpositionen zwischen den besten Musikern, DJs und Tänzern werden ausgehandelt.
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Trade unions and the informal economy in Zambia: Building strength or loosing ground?
(2007)
- The increasing casualisation of labour forces trade unions globally to deal with a growing number of unprotected and unrepresented workers in what is dubbed by the unions, even if critically, as the informal economy. This paper assesses the impact and further potential of a direct and indirect intervention of the Zambian labour movement towards the informal economy, according to basic criteria like skills development, networking, innovation capacity and access to finance for micro-entrepreneurs. Through providing business development services, the unions also encourage informal sector organizations to associate themselves with Zambia Congress of Trade Unions (ZCTU), thereby strengthening the socio-political representation of the informal economy workers and the labour union movement as a whole. It still remains to be seen, however, to which extent NGO-like approaches that seem to be vital when opening towards the informal economy might compromise basic principles of the labour movement like effective, yet democratic and transparent structures based on mass membership.
