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Bayreuth African Studies Working Papers

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Institut für Afrikastudien
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Author

  • Carolin Olivares-Canas (1)
  • Jigal Beez (1)
  • Nadine Siegert (1)

Year of publication

  • 2005 (2)
  • 2009 (1)

Document Type

  • Book (2)
  • Article (1)

Language

  • German (3) (remove)

Keywords

  • African Studies (2)
  • Afrika-Studien (2)
  • Afrikaforschung (2)
  • Entwicklungspolitik (2)
  • Globalisierung (2)
  • Globalization (2)
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Show/Hide Abstract Kuduru - Musikmachen ohne Führerschein (2009)
Nadine Siegert
Im diesem Artikel möchte ich einen ersten wissenschaftlichen Versuch unternehmen, die musikalische Kultur des Kuduru und seine Bedeutung sowohl in der angolanischen Hauptstadt als auch in der - vielfach als Vorort Luandas wahrgenommenen - zweiten Produktionsstätte Lissabon zu beleuchten. Kuduru als rein elektronische Musik ist derzeit tatsächlich als einzigartig für Afrika zu bewerten - abgesehen von einigen südafrikanischen Kwaito-Stücken gibt es keine nur mit Computertechnologie generierte Populärmusik. In den populären Jugendkulturen anderer afrikanischer Metropolen ist vielmehr lokaler Hip Hop und Reggae dominant. Die vielfach an zeitgenössische Musikentwicklungen herangetragene Kritik der Homogenisierung und Amerikanisierung durch globale Einflüsse lässt sich im Fall der Kuduru-Szene kaum bestätigen. Zwar handelt es sich hier um elektronische Musik, die sich musikalisch westlichen Musikkulturen annähert und mit diesen kreuzt, jedoch haben wir es nicht mit einer Rave-Kultur zu tun, wie sie in den urbanen Zentren Europas im Zusammenhang mit Techno- und Housemusik seit den späten 1980er Jahren entstanden ist. Im Kuduru geht es nicht um ´kollektive Tanzekstase, oder ´unreflektierte Spaß- und Partykultur, Elemente die als charakteristisch für die Rave-Kultur der 1990er Jahre gelten. Kuduru und seine Performance sind vielmehr individualistisch angelegt. Zwar findet, wie auch in anderen Bereichen elektronischer Musikkultur, eine Art Nivellierung der Hierarchiestrukturen statt, vor allem über den offenen Austausch von Daten und Informationen (sog. open-content) sowie eine starke Vernetzung über die so genannte ´virtuelle Kulturrealität, das Internet. Gleichzeitig gibt es Kuduru aber auch ganz manifest in der Kulturrealität vor Ort. Hier wird Starkult betrieben und Machtpositionen zwischen den besten Musikern, DJs und Tänzern werden ausgehandelt.
2 (2005)
Die Ahnen essen keinen Reis: Vom lokalen Umgang mit einem Bewässerungsprojekt am Fuße des Kilimanjaro in Tansania (2005)
Jigal Beez
1 (2005)
Show/Hide Abstract Im Spannungsfeld von Globalisierung und Lokalisierung. Politische Dezentralisierung in Hoachanas, Namibia (2005)
Carolin Olivares-Canas
Demokratisierung und Dezentralisierung sind zentrale Ziele der gegenwärtigen Entwicklungspolitik. Namibia hat diese Zielsetzung aufgegriffen und zumindest formal umgesetzt. Die kritische politische und wissenschaftliche Diskussion entzündet sich vor allem an der Frage inwieweit auf der nationalen Ebene Demokratie tatsächlich verwirklicht ist. Dieser Beitrag nimmt dagegen die Wirkung von Demokratisierung und Dezentralisierung auf der lokalen Ebene in den Blick. Im Zentrum steht dabei die Siedlung Hoachanas im abgelegenen Süden Namibias. Hoachanas war weitgehend von der formalen Verwaltung Namibias abgeschnitten und unterstand einer traditionellen Autorität. Im Rahmen der Dezentralisierungspolitik sollte die Siedlung durch die Errichtung eines auf demokratischen Prinzipien beruhenden Gremiums in die nationalen Verwaltungstrukturen integriert werden. Dabei zeigt sich, dass die auf der nationalstaatlichen Ebene nach westlichen Vorbildern entwickelten Konzepte von Demokratisierung und Dezentralisierung im Prozess ihrer Umsetzung auf der lokalen Ebene umgearbeitet werden und im lokalen Kontext als Instrumente lokaler politischer Auseinandersetzung dienen. Dezentralsierung bewirkt in diesem Fall erst die wirksame Einbezieung von Hoachanas in das nationalstaatliche Verwaltungssystem und Demokratisierung eröffnet neue lokale politische Arenen.

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