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Facheinheit Ethnologie

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Author

  • Marcus Grohmann (1)
  • Nadine Siegert (1)

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  • 2009 (2) (remove)

Document Type

  • Article (1)
  • Bachelor Thesis (1)

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  • German (1)
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Show/Hide Abstract Theory and Practice of Reconciliation in Rwanda (2009)
Marcus Grohmann
During recent years, scholars working on the peacebuilding process in Rwanda have often tended to single out specific aspects, for instance judicial responses to the genocide. Little research has been done, however, on the diversity of approaches that constitute the “reconciliation landscape” in Rwanda today. Basing itself on data from field research in 2006, this paper seeks to shed some light on the many programmes carried out in Rwanda related to reconciliation work. Emphasis is put on two case studies. While establishing a theoretical framework of the reconciliation process in the first part of the paper, the following chapters attempt to explain how this relates to the practice of reconciliation in the Rwandan context. The data collected suggest that in the face of political constraints, the Rwandan government must in part rely on civil society actors for the achievement of their goals of “unity and reconciliation”. The multitude of initiatives from actors with a wide range of motivations and approaches should be seen as complementary, while some may have to make up for the shortcomings and constraints of others.
Show/Hide Abstract Kuduru - Musikmachen ohne Führerschein (2009)
Nadine Siegert
Im diesem Artikel möchte ich einen ersten wissenschaftlichen Versuch unternehmen, die musikalische Kultur des Kuduru und seine Bedeutung sowohl in der angolanischen Hauptstadt als auch in der - vielfach als Vorort Luandas wahrgenommenen - zweiten Produktionsstätte Lissabon zu beleuchten. Kuduru als rein elektronische Musik ist derzeit tatsächlich als einzigartig für Afrika zu bewerten - abgesehen von einigen südafrikanischen Kwaito-Stücken gibt es keine nur mit Computertechnologie generierte Populärmusik. In den populären Jugendkulturen anderer afrikanischer Metropolen ist vielmehr lokaler Hip Hop und Reggae dominant. Die vielfach an zeitgenössische Musikentwicklungen herangetragene Kritik der Homogenisierung und Amerikanisierung durch globale Einflüsse lässt sich im Fall der Kuduru-Szene kaum bestätigen. Zwar handelt es sich hier um elektronische Musik, die sich musikalisch westlichen Musikkulturen annähert und mit diesen kreuzt, jedoch haben wir es nicht mit einer Rave-Kultur zu tun, wie sie in den urbanen Zentren Europas im Zusammenhang mit Techno- und Housemusik seit den späten 1980er Jahren entstanden ist. Im Kuduru geht es nicht um ´kollektive Tanzekstase, oder ´unreflektierte Spaß- und Partykultur, Elemente die als charakteristisch für die Rave-Kultur der 1990er Jahre gelten. Kuduru und seine Performance sind vielmehr individualistisch angelegt. Zwar findet, wie auch in anderen Bereichen elektronischer Musikkultur, eine Art Nivellierung der Hierarchiestrukturen statt, vor allem über den offenen Austausch von Daten und Informationen (sog. open-content) sowie eine starke Vernetzung über die so genannte ´virtuelle Kulturrealität, das Internet. Gleichzeitig gibt es Kuduru aber auch ganz manifest in der Kulturrealität vor Ort. Hier wird Starkult betrieben und Machtpositionen zwischen den besten Musikern, DJs und Tänzern werden ausgehandelt.

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