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Forschungsinstitut Musiktheater (FIMT)

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  • 2012 (12)
  • 2010 (5)
  • 2011 (5)

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  • German (16)
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Show/Hide Abstract Daniela Schulz, Wenn die Musik spielt... Der deutsche Schlagerfilm der 1950er bis 1970er Jahre, Bielefeld: Transcript 2012 (2012)
Hans J. Wulff
In vielen Geschichten des deutschen Films steht der Schlagerfilm als lebendiger Beweis für das Zurücktreten jedweden ästhetischen Anspruchs, den Film erfüllen könnte. Stattdessen trete ein flaches Unterhaltungskonzept in den Vordergrund, durchsetzt mit restaurativen Elementen, ablenkend von den Realitäten der Zeit, eskapistischen Neigungen eines kleinbürgerlichen Publikums Vorschub leistend. Es besteht allerdings kein Zweifel daran, dass der Schlagerfilm eines der größten und erfolgreichsten Genres der deutschen Filmproduktion der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre gewesen ist. Und doch ist eine Untersuchung des mehrere hundert Filme umfassenden Korpus bis heute ausgeblieben1. Schulz' Kölner Dissertation aus dem Jahre 2011 betritt also Neuland, allein der Mut, sich der so missachteten Gattung anzunehmen, verdient Respekt.
Show/Hide Abstract Zur so genannten gegengeschlechtlichen Besetzungspraxis. Nebst einer Besprechung der aktuellen Publikationen von Knaus sowie Beghelli und Talmelli (2012)
Saskia Maria Woyke
Das Thema der Singstimmen beschäftigt die Musikwissenschaft spätestens seit dem so genannten "performative turn" der Geisteswissenschaften vor nunmehr fast zwei Jahrzehnten intensiver denn je. Positiverweise aber verlagert sich das Interesse auf die Stimmen, die Vokalprofile selbst, in Verbindung mit den Rollenprofilen, ebenso wie auf die Frage der Geschlechterbilder, die in ihnen übertragen werden, statt in vornehmlich biographisch orientierten Angaben über die Sängerinnen und Sänger zu verharren. Diese eher späte Entwicklung hat mit der Schwierigkeit der allgemeinen wie wissenschaftlichen Beschreibung einer aufgezeichneten oder gar verklungenen Stimme zu tun. Gleichzeitig sind die Geschlechterdiskurse im Umfeld der Stimmaufführungen verschiedener Epochen, Jahrzehnte und Orte, jedenfalls bis ca. 1750 trotz bemerkenswerter Ansätze seitens der Geschlechterforschung noch nicht gänzlich aufgearbeitet, was zur Folge hat, dass die Stimmforschung, die die Kategorie des Geschlechts einbeziehen will, hier oft nicht nur mit einer, sondern zwei nahezu Unbekannten operieren muss. Eine Aufzählung der entsprechenden neuesten Literatur zum Thema wird im Folgenden unterlassen, würde sie doch den Raum überschreiten oder aber als exemplarische Auswahl Wertvolles auslassen.
Show/Hide Abstract Strawinskys Transformation des Urbanen. (2010)
Monika Woitas
Nach 1900 kommt es durch Technisierung und Urbanisierung des Lebens zu einem tief greifenden Wandel der Wahrnehmung: multi-perspektivische und fragmentarisierte Sinneseindrücke entziehen sich jeglicher Linearität; Raum und Zeit werden durch neue Verkehrsmittel und Medien wie den Film anders erfahrbar, Rhythmus und Klang der Maschinen avancieren zu Schrittmachern der Moderne. In den Bühnenwerken Igor Strawinskys erscheinen diese Erfahrungen in kompositorische und szenische Strukturen transformiert: Musik ist nicht mehr nur Klang, sondern immer auch motorische Aktion; Konstruktion und Montage lösen organische Gestaltungsprinzipien der Musik ab; Motive und Themen folgen nicht mehr aufeinander, sondern werden zu komplexen Klangbildern vernetzt. Der vorliegende Beitrag geht den Varianten dieser Transformation des Urbanen von Petruschka (1911) über Le Sacre du Printemps (1913) und Les Noces (1914-23) bis zu Histoire du Soldat (1918) nach und eröffnet damit einen neuen Blick auf scheinbar Bekanntes.
Show/Hide Abstract Playing the Tune: Video Game Music, Gamers, and Genre (2011)
Tim Summers
This article proposes a particular approach to video game music by advocating a genre-based enquiry. Two generic levels are active in video game music: “interactive genre” (the type of game/interactive mechanism) and “environmental genre” (the “setting” of the game). The interaction between these levels produces the game’s music. By examining games within the same interactive genre, even if the environmental genre is markedly different, we can begin to uncover similar concerns, functions and methodologies of game music. Three interactive genres are briefly examined (survival horror games, strategy games, fighting games), in order to demonstrate how musicalstrategic similarities can be seen to weave through game genres.
Show/Hide Abstract Michael Haverkamp, Synästhetisches Design. Kreative Produktentwicklung für alle Sinne, München, Wien: Hanser 2009 (2012)
Stefan Strötgen
Angesichts des Titels mag eine Vorstellung dieses Buches hier zunächst etwas deplatziert anmuten, scheint es doch vor allem für Produktdesigner verfasst zu sein. Tatsächlich ist dies auch die primäre Zielgruppe der Publikation von Haverkamp, der selbst Ingenieur und im Automobildesign der Ford-Werke in Köln tätig ist. Die Relevanz für den Fachbereich Musik und Performance, der Musik als Teil einer mit allen Sinnen erlebten Welt betrachtet, erschließt sich jedoch recht schnell angesichts des erklärten und recht ambitionierten Ziels, "alle Möglichkeiten der Verknüpfung von Sinnesempfindungen zusammenzustellen".
Show/Hide Abstract Hafner – Haydn – Casti/Paisiello: Zum „Abschied“ von der Bühne. (2010)
Christine Siegert
Ausgehend von einer Besprechung der Uraufführung von Giambattista Castis und Giovanni Paisiellos Il re Teodoro in Venezia (1784) in der Wiener Kronik historisch-politisch-philosophisch-litterärischen Inhalts, die die Oper in Beziehung setzt mit Philipp Hafners Komödie Der Furchtsame (1764) und Joseph Haydns „Abschiedssinfonie“ Hob. I:45 (1772) werden die drei Stücke insbesondere hinsichtlich ihrer ungewöhnlichen Schlussbildung verglichen. Dabei stellt sich die Frage, die allerdings offen bleiben muss, ob sich auch Haydn bei der Komposition seiner Sinfonie an Hafner orientiert haben könnte. In jedem Fall erscheint die performative Dimension von Haydns Sinfonie durch den möglichen theatralen Kontext in einem neuen Licht.
Show/Hide Abstract Chaos in the Cosmos: The Play of Contradictions in the Music of Katamari Damacy (2011)
Steven B. Reale
Auf den ersten Blick ist Katamari Damacy (Namco, 2004) ein simples und heiteres Computerspiel. Dennoch steckt es voller thematischer Verwicklungen und Komplikationen, die eine Reihe von ethischen und ästhetischen Fragen aufwerfen, beispielsweise die Beziehung von Kindheit und Schrecken, zwischen Vater und Sohn sowie von digital und analog; darüber hinaus werden all die Verwicklungen, die diese Paarungen bestimmen, geschickt von der Musik des Spiels unterstrichen. Der Artikel spürt einem musikalischen Thema nach, welches als idee fixe des Spiels fungiert und im Verlauf mehrerer Levels des Spiels musikalisch umgestaltet wird. Weil die Musik das Potenzial besitzt die Spielerperformance zu beeinflussen, kann selbst non-diegetische, nicht-dynamische Computerspielmusik tiefgreifend andere Funktionen haben als non-diegetische Filmmusik.
Show/Hide Abstract Editorial zu Heft 1 von "ACT - Zeitschrift für Musik und Performance". (2010)
Anno Mungen Knut Holtsträter
Beim vorliegenden Text handelt es sich um das Editorial zur ersten Ausgabe der Zeitschrift "ACT - Zeitschrift für Musik und Performance".
Show/Hide Abstract Editorial 2012/3: Über Wagner (2012)
Anno Mungen
Das Jahr 2013 wird musikalisch ganz im Zeichen Richard Wagners stehen. Die Klassikbranche, die Feuilletons und die Wissenschaft feiern dann den 200. Geburtstag des Bayreuther Meisters. Unser vorliegendes Heft dürfte eine der ersten Publikationen sein, die sich mit Wagner im Kontext dieses Jubiläums beschäftigt. Viele weitere werden folgen. Dieses Heft ist Teil der Initiative www2013:(WagnerWorldWide 2013), die von Thurnau ihren Ausgang nahm: Mit der Ringvorlesung, die an der Universität Bayreuth im Wintersemester 2011/2012 stattgefunden hat, wird die Stafette im Juni über Shanghai (China) nach Bern (Schweiz), dann zur University of South Carolina in Columbia (South Carolina, USA) und schließlich, im Dezember 2013, wieder zurück nach Thurnau weitergereicht.
Show/Hide Abstract Editorial 2012/4: Ars acustica – Audio Art – Klangkunst (2012)
Sarah Mauksch Wolf-Dieter Ernst
Während der Beschäftigung mit den Texten aus der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift formulierten sich einige Fragen stetig neu: Wie beispielsweise lassen sich die Begriffe der Ars acustica, Audio Art und Klangkunst voneinander trennen? Worin liegen ihre Überschneidungen und welche Synergieeffekte werden durch die Kombination der wesentlichen Bestandteile – nämlich bildnerisch-künstlerischer und akustischer Elemente – in den entsprechen den Kunstwerken erzeugt? In welchem Verhältnis steht Werk und Aufführung, wenn die Entgrenzung der Künste Programm wird?

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