Wirtschaftswissenschaften
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Vertrauensbildende Maßnahmen in Grid-Ökonomien
(2007)
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Thomas Reichmann
- Mit zunehmender Verbreitung von Grid-Infrastrukturen in Unternehmen gewinnt die Frage nach Vertrauen immer mehr an Bedeutung. In einer offenen, heterogenen, sich ständig verändernden Umgebung, wie z.B. der Grid-Ökonomie ist hundertprozentige Sicherheit nicht zu gewährleisten; aus diesem Grund ist Vertrauen in den Handelspartner notwendig. Ziel dieser Arbeit ist es, bereits bestehende vertrauensbildende Maßnahmen aus dem Bereich der Informationsökonomie bezüglich ihrer Übertragbarkeit auf GridÖkonomien kritisch zu analysieren. Dabei sollen ausgewählte Instrumente zur Überwindung von Unsicherheit durch Informationsbereitstellung vorgestellt und diese jeweils anschließend auf ihre Anwendbarkeit in Grid-Ökonomien untersucht werden.
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Missbrauch und Schutz von Software - Eine theoretische und empirische Untersuchung aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik
(2008)
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Joachim Martin Keller
- Die Softwarebranche beklagt sich über durch Raubkopien verursachte Schäden in Höhe von mehreren Miliarden Euro. In diesem Zusammenhang wird oft die Forderung laut, das Internet müsse besser überwacht werden, um die zunehmende Verbreitung von Raubkopien einzudämmen. Ergänzend verlangen viele Softwarehersteller, das geltende Urheberrechts zu verschärfen. Im direkten Widerspruch zu diesen Forderungen steht dagegen das Handeln einzelner Softwarehersteller, die auf den Einsatz wirksamer technischer Schutzmaßnahmen verzichten und damit die Verbreitung ihrer Software als Raubkopie zulassen. Die Ursachen für die Verletzung des Urheberrechts sind daher sowohl im Verhalten der Softwarekonsumenten als auch der Softwarehersteller zu suchen, da erstgenannte Raubkopien verwenden und letztere dies zulassen. Im Mittelpunkt der instutioneökonomischen Analyse steht zum einen die Darstellung der für den Regelmissbrauch verantwortlichen Ursachen bzw. Anreize bei Softwarekonsumenten und Softwareherstellern. Zum anderen werden Lösungen zur Verbesserung der Situation der Softwarehersteller identifiziert. Es wird belegt, dass es in der Softwarebranche für die Unternehmen um viel mehr geht, als „nur“ um den Schutz ihres Eigentums durch Verhinderung der Verbreitung und Verwendung von Raubkopien. Eng verknüpft mit Software sind typischerweise Netzwerkeffekte und Kompatibilitätsstandards, die den Softwareherstellern Aussichten auf große Gewinne versprechen, aber auch ein hohes Risiko des Scheiterns beinhalten, sodass die Eigentumsproblematik nicht isoliert von der Marktsituation betrachtet werden kann. Die Softwarehersteller müssen einerseits ihr Eigentum vor Softwarepiraten schützen und sich andererseits durch die Wahl geeigneter Wettbewerbsstrategien entsprechende Wettbewerbsvorteile sichern.
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Zur Problematik generationengerechten Verhaltens aus Sicht der Neuen Politischen Ökonomik am Beispiel der gesetzlichen Krankenversicherung
(2008)
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Florian Dominick
- In den letzten Jahren hat sich in Deutschland die gesellschaftspolitische Diskussion über die Finanzierbarkeit der Sozialversicherungssysteme zunehmend verschärft. Der Autor stellte sich in Hinblick auf die Finanzierungsprobleme für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) daher die Forschungsfrage, ob in einer marktwirtschaftlichen Ordnung Generationengerechtigkeit umgesetzt wird bzw. wer von ihrer Umsetzung einen Nutzen hat. Zunächst wird auf Grundlage der Theorie der Neuen Politischen Ökonomik betrachtet, ob und in welchem Maße das aktuelle System der gesetzlichen Krankenversicherung generationenungerecht ist. Dann blickt der Verfasser auf finanziell gerechtere Alternativen und untersucht dabei das "Bayreuther Versichertenmodell". Wenn das Alternativkonzept nachweisbar generationengerechter ist als der Status quo, folgt unmittelbar die Anschlussfrage, warum kein Systemwechsel von der aktuellen GKV hin zu einem generationengerechteren Modell erfolgt.
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Menschliches Verhalten in elektronischen Märkten
(2008)
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Matthias Söllner
- Diese Arbeit betrachtet menschliches Verhalten auf elektronischen Märkten. In diesem Zusammenhang wurden zwei Experimente durchgeführt, die das Auction Fever in Holländischen Auktionen sowie das menschliche Risikoverhalten im sehr hohen Wahrscheinlichkeitsbereich näher untersuchen. Im Experiment zum menschlichen Risikoverhalten wurde speziell die Bewertung hoher Gewinnwahrscheinlichkeiten durch die Teilnehmer untersucht. Hinsichtlich des Auction Fever wurde ein Referenzexperiment beschrieben, kritisiert und auf Basis dieser Kritik ein Folgeexperiment durchgeführt. Hierbei wurde beobachtet, dass Menschen ein vorher gesetztes Limit nicht konstant unterbieten sondern auch teilweise überbieten. Es wurden außerdem Einflussfaktoren für diesen emotionalen Effekt erarbeitet.
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Entwicklung und Überprüfung eines Kontingenzmodells der kulturbewussten Mitarbeiterführung - Eine Führungsanleitung für deutsche Führungskräfte in interkulturellen Führungssituationen
(2008)
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Anne Karin Klein
- Die fortschreitende Globalisierung der Weltwirtschaft und Internationalisierung des Managements bringen eine steigende Migration der Weltbevölkerung mit sich. Der dadurch entstehende Multikulturismus und die hohe Diversität der Arbeitskräfte stellen neue Anforderungen an die Führung von Mitarbeitern. Mehr und mehr müssen interkulturelle Aspekte bei der Mitarbeiterführung berücksichtigt werden. Deutsche Führungskräfte werden nicht mehr nur im Ausland im Rahmen von zeitlich begrenzten Auslandsentsendungen mit anderskulturellen Mitarbeitern konfrontiert, sondern auch im Inland gehören interkulturelle Führungssituationen inzwischen zur Tagesordnung. Interkulturelle Führungssituationen stellen im Inland wie im Ausland eine besondere Herausforderung für Führungskräfte dar. Unterschiedliche kulturelle Werte sind häufig mit unterschiedlichen Erwartungen an das Führungshandeln verbunden. Auf Seiten der Führungskräfte fehlt oftmals eine Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede. Um kulturell bedingte Missverständnisse zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zu vermeiden und eine erfolgreiche interkulturelle Führung zu gewährleisten, sollten die betroffenen Führungskräfte speziell auf interkulturelle Führungssituationen vorbereitet werden. Bisher fehlten noch Erkenntnisse zur Anwendbarkeit bestehender monokultureller Führungsmodelle in interkulturellen Führungssituationen. Auch die Untersuchung von interkulturellen Führungssituationen im Heimatland der Führungskraft wurde bisher vernachlässigt. Mit diesem Forschungsprojekt konnte ein wesentlicher Beitrag zur Beseitigung der genannten Forschungsdefizite geleistet werden. Anhand von 105 qualitativen Interviews mit deutschen interkulturell erfahrenen Führungskräften einer international tätigen Unternehmensberatung konnten zwei separate Kontingenzmodelle der kulturbewussten Mitarbeiterführung entwickelt werden. Beide Modelle können von deutschen Führungskräften in interkulturellen Führungssituationen, unabhängig von dem Ort der Führungssituation und der Kultur des Mitarbeiters, genutzt werden. Die entwickelten Kontingenzmodelle der kulturbewussten Mitarbeiterführung stellen Anleitungen zu situationsgerechtem interkulturellem Führungshandeln dar. Um den Erfolg in interkulturellen Führungssituationen sicherzustellen, sollten sich interkulturell tätige Führungskräfte an diesen Modellen orientieren. Auch bei der Auswahl und der Entwicklung der Führungskräfte sollten die Kontingenzmodelle der kulturbewussten Mitarbeiterführung Berücksichtigung finden.
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Einsatz von Risikomanagement bei der Steuerung von Grid-Systemen - Eine Analyse von Versicherungen anhand einer simulierten Grid-Ökonomie
(2008)
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Werner Streitberger
- In Unternehmen hat sich der Einsatz von rechenintensiver Informationstechnologie (IT) bereits für den Geschäftsbetrieb als unverzichtbar erwiesen, um Geschäftsprozesse besser auszurichten und neue Geschäftslösungen mit größerer Flexibilität und Geschwindigkeit bereitzustellen. Dieser Situation gegenüber stehen die Kosten für die Anschaffung, den Betrieb und die Wartung der IT. Diese Kosten rechtfertigen jedoch nur selten die vollständige Abdeckung des potenziellen, maximal erwarteten Bedarfs von Software und Ressourcen wie Speicher- und Rechenleistung. So müssen Unternehmen neben Effizienz- und Geschwindigkeitsverbesserungen auch Kosteneinsparungen für ihre Infrastruktur realisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Grid-Computing kann hierzu der nächste Schritt sein, IT-Dienste zu verbessern und bestehende Kapazitäten besser auszulasten. Das hinter dem Begriff Grid-Computing stehende Konzept beschreibt verschiedene Lösungsansätze zur Umsetzung eines dynamischen Bezugs von IT-Ressourcen und Diensten innerhalb eines Unternehmens und über Unternehmensgrenzen hinweg. Im Grid- Computing-Paradigma werden Informationen auf Rechnern im Internet gespeichert, diese werden dann den Benutzern auf Anforderung durch Dienstleister zur Verfügung gestellt. Jedoch gehen mit dem Einsatz von Grid-Computing-Systemen technische Risiken einher, deren Ursachen meist auf fehlerhafte Kommunikation und/oder auf den Ausfall von Ressourcen eines Standorts zurückzuführen sind. Dies schränkt die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Systeme ein und erfordert den Einsatz von Verfahren zur Behandlung dieser Risiken, da die Benutzer zuverlässige Ressourcen von einem Grid-Computing-System erwarten. In den Wirtschaftswissenschaften sind verschiedene Verfahren bekannt, mit denen Risiken bewältigt werden können. Diese Aufgabe übernehmen häufig Versicherungen als Instrument, um ein bestimmtes Risiko zu transferieren. Versicherungen folgen dem Grundprinzip der kollektiven Risikoübernahme: Viele zahlen einen Versicherungsbetrag in den Geldtopf der Versicherung ein, um beim Eintreten des Versicherungsfalls aus diesem Geldtopf einen Schadensausgleich zu erhalten. Für den Konsumenten von Grid-Diensten bietet die Versicherung den Vorteil, dass sie neben der monetären Kompensation eines Schadens als Kompensationsleistung auch Ersatzressourcen vermitteln kann. In letzerem Fall werden Ressourcen zur Kompensation vorgehalten und im Schadensfall bereitgestellt, die die Ausführung des Dienstes übernehmen und so zu einer erhöhten Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Grid-Systeme beitragen. Die Arbeit identifiziert technische und ökonomische Risiken in Grid-Computing-Systemen und untersucht sie hinsichtlich ihrer Versicherbarkeit. Anforderungen an die Versicherung für Grid-Systeme werden abgeleitet und ein Prämienberechnungsmodell aus der Kraftfahrzeugversicherung ausgewählt und an Grid-Systeme angepasst. Die Umsetzung der Grid-Versicherung in ein rechnergestütztes Simulationsmodell erfolgt mithilfe von Multi-Agenten-Technologie mit der ein elektronischer Marktplatz zum Handel von Grid-Ressourcen simuliert wird. Die Versicherung wird mit gridspezifischen Performanzkennzahlen und Metriken der Versicherungsökonomie evaluiert. Die in dieser Arbeit durchgeführten Simulationen zeigen, dass die Einführung einer Versicherung einen nachweislichen Einfluss auf die analysierten technischen und ökonomischen Kennzahlen haben und eine Verbesserung der Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der untersuchten Utility-Grid-Systeme erwarten lassen. Ressourcenkonsumenten haben bei der Festlegung ihrer Strategie zur Behandlung der technischen Risiken einen flexiblen Ansatz zur Verfügung, den sie in ihrer Risikomanagementstrategie berücksichtigen können. Der Risikotransfer auf eine Grid-Versicherung bietet den Ressourcenkonsumenten die Möglichkeit, ihre Risikokosten im Vergleich zu einer Redundanzstrategie zu senken. Aus Sicht der Versicherungswirtschaft besteht die Möglichkeit neue Versicherungstarife im Bereich von Grid-Systemen anzubieten und damit ihr Angebot an Versicherungstarifen zu erweitern.
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Engagement, Studienerfolg und Berufserfolg - Eine Untersuchung über Zusammenhänge im Lebenslauf von Absolventen der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth
(2009)
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Ludwig Merker
- Deutsche Universitäten stehen heute genauso wie Unternehmen vor der Frage, wen sie zum Studium zulassen bzw. als Mitarbeiter auswählen. Die Kriterien, die für diese Auswahlentscheidungen herangezogen werden, gleichen sich zwischen Universitäten und Unternehmen zunehmend an. Meist berücksichtigen sie soziale Kompetenz, Fach- und Methodenkompetenz sowie praktische Erfahrung. Als Indikatoren für diese Kriterien werden in der Regel Informationen aus dem Lebenslauf eines Bewerbers verwendet. Vor allem amerikanische Studien zeigen, dass ehrenamtliches Engagement durch die vielfältigen Kontakte mit unterschiedlichsten Gruppen soziale Kompetenzen fördern kann. Zudem deuten Ergebnisse vieler Studien auf positive Zusammenhänge von extracurricularem Engagement und schulischem wie akademischem Erfolg hin. Schulischer und akademischer Erfolg gelten als Indikator für Fach- und Methodenkompetenz. Schulischer Erfolg eignet sich nach der Mehrzahl deutscher und internationaler Studien sehr gut für die Vorhersage von Studienerfolg. Die Vorhersagekraft für den Berufserfolg ist weit weniger gut untersucht. Praktische Erfahrung in unterschiedlicher Ausprägung steht für eine erste Beschäftigung mit Studieninhalten und die Konkretisierung des im Studium theoretisch erworbenen Wissens. Es gibt jedoch nur sehr wenige Studien, die dieses Kriterium berücksichtigen. Sie kommen zudem zu unterschiedlichen Ergebnissen. In Deutschland sind bislang empirische Studien, die alle drei Kriterien (ehrenamtliches Engagement, schulischer und akademischer Erfolg, praktische Erfahrung) im Hinblick auf den Berufserfolg untersuchen, selten. Im vorliegenden Buch werden mit Hilfe eines Strukturgleichungsmodells die Zusammenhänge zwischen ehrenamtlichem Engagement, schulischer und akademischer Leistung, praktischer Erfahrung im Wirtschaftsleben sowie Erfolg beim Einstieg in den Beruf und in der weiteren beruflichen Entwicklung überprüft. Die Studie, die sich auf Daten aus einer Befragung von Absolventen des Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth stützt, bestätigt den engen Zusammenhang zwischen schulischem Erfolg und Studienerfolg. Zudem hat Studienerfolg einen positiven Einfluss auf den Berufseinstiegserfolg und den monetären Berufserfolg. Arbeitserfahrung in Schule und Studium begünstigen den Berufseinstieg. Für ehrenamtliches Engagement in Schule, Studium und Beruf zeigt sich kein positiver Zusammenhang mit schulischer oder universitärer Leistung. Mit Blick auf den Berufseinstiegserfolg und den monetären Berufserfolg zeigt sich ebenfalls kein Zusammenhang. Für den hierarchischen Berufserfolg lässt sich dagegen ein positiver Zusammenhang nachweisen. Auf Basis der Ergebnisse wird diskutiert, welche Vorteile eine Einbeziehung vor allem von ehrenamtlichem Engagement als Auswahlkriterium bietet und welche Einschränkungen sich aus den Ergebnissen sowie dem Studienzuschnitt ableiten lassen.
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Kulturdadäquates Management am Beispiel des Maghreb
(2009)
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Sadok Sahli
- Allgemein herrscht die Meinung vor, dass das Management internationaler Unternehmen die kulturellen Besonderheiten der verschiedenen Länder berücksichtigen soll, in denen es tätig ist. Dabei wird die Kultur als ein wichtiger Umweltfaktor betrachtet, der die Beziehungen des Unternehmens mit anderen sozialen Systemen maßgeblich beeinflusst und der somit auch für den Unternehmenserfolg relevant ist. In der Tat vertreten viele Managementtheorien die Ansicht, dass der Erfolg eines Unternehmens von seiner Fähigkeit abhängt, seine Strategien und Organisationsstruktur nach den exogenen Faktoren der Umwelt auszurichten. Diese geforderte Orientierung des Managements an der Unternehmensumwelt kann allerdings nur erfolgen, wenn man eine gewisse Vorstellung davon hat, welche Anforderungen die verschiedenen Institutionen an das Unternehmen richten und mit welchen Managementmaßnahmen man ihnen entgegenkommen könnte. Bezogen auf die Kultur bedeutet dies, dass man sich zuerst die Fragen stellen soll, was diese Institution tatsächlich verlangt und wie das Management auszusehen hätte, um ihren Anforderungen nachzukommen. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man auch die Risiken und die Chancen abschätzen, welche ein kulturorientiertes Management nach sich zieht. In dieser Arbeit beziehen sich die obigen Fragen auf die Kultur des Maghreb. So wird hier versucht darzustellen, wie das Management auszusehen hätte, wenn man sich konsequent an die in diesem Kulturkreis vorherrschenden Normen orientieren würde. Zu diesem Zweck wird versucht, eine logische Verbindung zwischen Management und Kultur zu knüpfen. Hierzu werden beide Objekte operationalisiert, indem sie in Form von Systemen mit klar voneinander abgegrenzten Elementen und internen Beziehungen dargestellt werden. Dann werden jedem Managementelement die Kulturkomponenten zugeordnet, die logischerweise für seine Gestaltung relevant sind. Diese intuitiven Beziehungen zwischen Managementsystem und Kultur liefern die Ansatzpunkte für die Gestaltung eines für den Maghreb kulturadäquaten Managementsystems. Zudem werden die Elemente des Kultursystems verwendet, um eine genaue Beschreibung der Hauptmerkmale der maghrebinischen Kultur zu ermöglichen. Die Aussagen über das an der maghrebinischen Kultur orientierten Managementsystem werden letztlich in Form von Schlussfolgerungen getroffen, die gleichzeitig aus den speziellen Ausprägungen der Kulturelemente im Fall des Maghreb und die generellen logischen Beziehungen zwischen den Managementelementen und dem Kultursystem abgleitet werden. Diese Arbeit vermittelt ein deutliches Bild von den kulturellen Erwartungen, mit denen ein Unternehmen im Maghreb konfrontiert wird und dies soll den Managern die Grundlage liefern, um sowohl die Erfolgsfaktoren als auch die Quellen von Missmanagement offen zu legen, welche diese Kultur birgt.
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Markteintritt deutscher KMU in Japan – eine theoretische und empirische Analyse anhand der Medizintechnikindustrie
(2009)
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Serkan Toto
- Die japanische Wirtschaft steht seit Jahrzehnten im Ruf, ein verschlossener Markt mit hohen Handelshürden zu sein. Dazu gerät Japan im Zuge der Hinwendung deutscher Firmen nach China in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zunehmend in den Hintergrund. Insbesondere deutsche Mittelstandsunternehmen stehen zudem vor einem Informationsproblem bezüglich des zweitgrößten Absatzmarktes der Welt. Die Kernfrage dieser Untersuchung lautet: Welche Methoden des Markteintritts in Japan existieren für diese Unternehmensform und welche Möglichkeiten der Umsetzung gibt es? Zur Beantwortung dieser Frage wird auf die speziellen Charakteristika von KMU besonderer Bezug genommen. Im Rahmen einer ausführlichen Analyse möglicher Markteintrittsoptionen in Japan wird im Wesentlichen die Transaktionskostentheorie als theoretischer Bezugsrahmen verwendet. Die Untersuchung gibt Aufschluss darüber, dass deutschen KMU eine Reihe effizienter Formen des Engagements in Japan zur Verfügung steht. Nennenswerte landesspezifische Markteintrittsbarrieren sind kaum auszumachen. Japan erweist sich als offenes Absatzgebiet. Eine Fallstudie zur Situation deutscher KMU im japanischen Markt für Medizintechnik setzt die Thematik in einen empirischen Rahmen. Es wird deutlich, dass die zuvor in einem allgemeinen Kontext erlangten Kenntnisse im Wesentlichen auf diese spezielle Industrie übertragen werden können. Deutsche Hersteller sind, verglichen mit ihrer Position auf dem Weltmarkt für Medizintechnik, im Ländermarkt Japan deutlich unterrepräsentiert.
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Private Altersvorsorge in Deutschland - Empirische Analyse der Einflussfaktoren für private Altersvorsorge am Beispiel der Riester-Rente.
(2009)
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Christian Pfarr
- Mit Einführung der Riester-Rente im Jahr 2001 wurde in Deutschland der Weg in eine private, staatlich geförderte Altersvorsorge geebnet. Die Determinanten, die den Ab-schluss einer Riester-Rente beeinflussen, sind allerding nur rudimentär erforscht. In der vorliegenden Arbeit wurde mit Daten des Sozioökonomischen Panels zunächst die Zu-friedenheit mit den sozialen Sicherungssystemen und die Bereitschaft für private Altersvorsorge mittels Ordered Probit Modellen für das Jahr 2002 analysiert. Es zeigt sich, dass besonders diejenigen, die bereits für das Alter vorsorgen, auch einer staatlich ge-förderten Riester-Rente eher zu geneigt sind als solche, die sich mit diesem Themenfeld bisher nicht beschäftigt haben. In einem zweiten Schritt wurde für die Jahre 2004, 2006 und 2007 in einer Panelanalyse die Wahrscheinlichkeit für den Besitz einer Riester-Rente empirische überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders Frauen, Ostdeutsche und Personen, bei denen Kinder unter 16 Jahren im Haushalt leben, besonders von der Riester-Rente angesprochen werden. Es wird aber auch für die Analyse der Riester-Rente deutlich, dass Mitnahmeeffekte eine bedeutende Rolle spielen.