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- Bodenform (1) (remove)
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Die Berücksichtigung inhaltlicher und räumlicher Unschärfe bei der GIS-gestützten Erstellung von Bodenkarten
(2010)
- Die vorliegende Arbeit beinhaltet die Entwicklung einer Methode zur objektivierten Erzeugung von Flächendaten für Bodenkarten. Ziel ist es, Daten, die sich in Maßstab, Datum, Art, Herkunft und Güte unterscheiden, zu bewerten, zu verknüpfen und unter Berücksichtigung ihres Raumbezuges zu einem Zielthema zusammenzuführen. Es werden zunächst der informationstheoretische Hintergrund, sowie bestehende Regionalisierungsverfahren und -ansätze betrachtet. Eine wichtige Rolle spielt die Auseinandersetzung mit dem Sequenz- und Vergesellschaftungsprinzip, sowie der Maßstabsproblematik. Es wird ausführlich auf die vorhandenen Informations-grundlagen eingegangen. Ausgangspunkt ist, sämtliche zur Verfügung stehenden Datenbestände in die Analyse zu integrieren. Die Beschreibung und das Aufzeigen von Analyse- und Bewertungsmöglichkeiten dieser sehr heterogenen Daten nimmt dabei einen zentralen Platz ein. Eine wichtige Rolle spielt stets die Interaktion von Computer und Experten. Die Methode durchläuft die Kette Aufbereitung, Verarbeitung, Auswertung und Visualisierung bodenkundlicher Informationen. Als Bausteine werden bekannte, aber auch neu entwickelte Methoden verwendet, diskutiert und kombiniert. Die Entwicklung der Gesamtmethode bzw. des methodischen Ablaufs an sich steht dabei im Vordergrund. Hauptziel ist die Ausweisung von Kern- und Übergangsbereichen. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, die intrinsischen Unterschiede in den Daten herauszuarbeiten und während des gesamten Methodenablaufs mitzuführen. Dazu wird konsequent das Abstufungsprinzip für die inhaltliche und räumliche Komponente gleichermaßen angewendet. Der Umgang mit der inhaltlichen und räumlichen Unschärfe bildet den Schwerpunkt der Arbeit. Es werden Zielkategorien definiert, die die Bewertungs-grundlage für die räumlich auszuweisenden Bodenformen darstellen. Der gesamte Methodenablauf ist eingebettet in die fuzzy-logischen Arbeitsschritte Fuzzifizierung, Inferenz und Defuzzifizierung. Es wird ein Ansatz vorgestellt, der die Verarbeitung unscharfer bodenkundlicher Informationen zu optimieren versucht. Durch eine gewichtete, inhaltlich-räumliche In-Beziehung-Setzung von Daten, durch eine Analyse von qualitativen und quantitativen Daten und die Einbeziehung sprachlicher Modifikatoren wird eine Konzeptkarte mit objektivierter Arealabgrenzung erarbeitet, die auf einer reproduzierbaren Datenverarbeitung und einer quantifizierten Aussagesicherheit fußt. Datenbank, GIS und Bildverarbeitung bilden dabei softwareseitig die Hauptkomponenten. Zur Ergebnis führenden Ausweisung der Kern- und Übergangsbereiche wurde die Bildverarbeitungsmethode der Segmentierung gewählt. Diese wurde mit der Software eCognition vorgenommen. Inhalt und Abgrenzung der Segmente wurden mit den Punktdaten eines Transektes von der Hochfläche über die Niederung zur Hochfläche überprüft. Im Zusammenhang mit der Darstellung der Aussagesicherheit in Karten wird das Prinzip der Raumübertragung und Übertragungsgütemaße aufgegriffen und diskutiert. Es wird ein Zwei-Karten-Konzept angeregt, das neben der Karte mit der eigentlichen Fachinformation stets eine Karte der Aussagesicherheit vorsieht. Weiterhin wird auf Aspekte der Visualisierung der inhaltlichen und/oder räumlichen Komponente eingegangen. Ziel ist dabei die synoptische Darstellung von Infor-mationsergebnissen für den Nutzer.
