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  • Carolin Olivares-Canas (1)
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  • 2005 (2)
  • 1999 (1)
  • 2004 (1)
  • 2009 (1)

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Show/Hide Abstract Die Arbeit der Mbororo-Frauen früher und heute: eine Studie zum Wandel der sozio-ökonomischen Situation semi-nomadischer Fulbe-Frauen in Nordwest Kamerun (1999)
Michaela Pelican
Die Arbeit befasst sich mit der pastoralen Wirtschaftsweise der Mbororo-Fulbe in Nordwestkamerun. Im Zentrum der Untersuchung stehen die geschlechtliche Arbeitsteilung sowie soziale Veränderungen als Folge der Sesshaftwerdung im Laufe des 20. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk wird dabei der wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Mbororo-Frauen geschenkt. Wie die Arbeit belegt, war die Sesshaftwerdung der Mbororo in Nordwestkamerun begleitet von zunehmendem Reichtum und Hinwendung zu islamischen Werten. Als Folge davon haben sich Mbororo-Frauen grossteils von wirtschaftlichen Aktivitäten im öffentlichen Raum (z.B. Verkauf von Milchprodukten) abgewandt und sich auf Arbeiten innerhalb des Haushalts (Nahrungszubereitung, Kinderbetreeung, Pflege und Verschönerung des Wohnraums) sowie auf pastorale Aufgaben im häuslichen Umfeld (Melken, Milchverarbeitung, Betreuung der Kälber) konzentriert. Die räumliche Einschränkung des weiblichen Aufgabenbereiches wird von den meisten Mbororo-Frauen nicht als Nachteil wahrgenommen sondern als Ausdruck ihrer muslimischen Identität bzw. eines besseren Verständnisses für islamische Werte sowie als Wertschätzung ihrer häuslichen Arbeit. Durch eine detaillierte ethnographische Beschreibung der pastoralen und häuslichen Aufgabenbereiche der Mbororo-Frauen leistet die vorliegende Magisterarbeit einen Beitrag zur Wirtschaftsethnologie, insbesondere zur Ethnologie der Arbeit. Die historisch orientierte Analyse der sozialen und ökonomischen Veränderungen innerhalb der Mbororo-Gesellschaft ergänzen die Diskussion um Faktoren und Prozesse des sozialen Wandels in Afrika.
Show/Hide Abstract Kuduru - Musikmachen ohne Führerschein (2009)
Nadine Siegert
Im diesem Artikel möchte ich einen ersten wissenschaftlichen Versuch unternehmen, die musikalische Kultur des Kuduru und seine Bedeutung sowohl in der angolanischen Hauptstadt als auch in der - vielfach als Vorort Luandas wahrgenommenen - zweiten Produktionsstätte Lissabon zu beleuchten. Kuduru als rein elektronische Musik ist derzeit tatsächlich als einzigartig für Afrika zu bewerten - abgesehen von einigen südafrikanischen Kwaito-Stücken gibt es keine nur mit Computertechnologie generierte Populärmusik. In den populären Jugendkulturen anderer afrikanischer Metropolen ist vielmehr lokaler Hip Hop und Reggae dominant. Die vielfach an zeitgenössische Musikentwicklungen herangetragene Kritik der Homogenisierung und Amerikanisierung durch globale Einflüsse lässt sich im Fall der Kuduru-Szene kaum bestätigen. Zwar handelt es sich hier um elektronische Musik, die sich musikalisch westlichen Musikkulturen annähert und mit diesen kreuzt, jedoch haben wir es nicht mit einer Rave-Kultur zu tun, wie sie in den urbanen Zentren Europas im Zusammenhang mit Techno- und Housemusik seit den späten 1980er Jahren entstanden ist. Im Kuduru geht es nicht um ´kollektive Tanzekstase, oder ´unreflektierte Spaß- und Partykultur, Elemente die als charakteristisch für die Rave-Kultur der 1990er Jahre gelten. Kuduru und seine Performance sind vielmehr individualistisch angelegt. Zwar findet, wie auch in anderen Bereichen elektronischer Musikkultur, eine Art Nivellierung der Hierarchiestrukturen statt, vor allem über den offenen Austausch von Daten und Informationen (sog. open-content) sowie eine starke Vernetzung über die so genannte ´virtuelle Kulturrealität, das Internet. Gleichzeitig gibt es Kuduru aber auch ganz manifest in der Kulturrealität vor Ort. Hier wird Starkult betrieben und Machtpositionen zwischen den besten Musikern, DJs und Tänzern werden ausgehandelt.
Show/Hide Abstract Die Spur der Glasperlen. Akteure, Strukturen und Wandel im europäisch-ostafrikanischen Handel mit Glasperlen (2004)
Ulf Vierke
In seiner 2004 eingereichten Dissertation folgt Ulf Vierke der Spur der Glasperlen von ihren europäischen Produktionsorten im oberfränkischen Fichtelgebirge und im böhmischen Isergebirge bis hin zu den Maasai in Ostafrika. Eine Route, die die Glasperlen sogar – jetzt zu Souvenirs verarbeitet – wieder nach Europa zurückführt. Es sind aber keineswegs die Glasperlen selbst, die im Zentrum der Untersuchung stehen, sondern vielmehr die Akteure, die mit diesen umgehen: die Perlenmacher in handwerklichen Betrieben etwa im Fichtelgebirge, die Arbeiter in den grossen Perlenindustrien Böhmens, die Händler in Europa, Indien und Afrika, die Frauen, die in Ostafrika Perlen zu Schmuck verarbeiten, und diejenigen, die letztlich diesen Schmuck tragen. Der Focus der Arbeit liegt auf dem Handeln der Menschen und auf der Vitalität gegenwärtiger Prozesse. Aneignung und Übereignung sind zentrale Begriffe, wenn es um die Interaktionen innerhalb der Vernetzung des globalen Warenaustausches geht. In Prozessen Aneignung, denen bisher das Hauptaugenmerk der Ethnologischen Forschung gilt, ist der Konsument Hauptakteur und dem Händler oder anderen Bringern kommt lediglich eine Hilfsrolle zu. Der Autor wendet die Perspektive und betont gerade die Prozesse der Entäusserung, des Vermittelns, des Werbens, die auf Seiten der Händler und Mittler untersucht werden müssen. Analog zur Aneignung führt er das Konzept der Übereignung ein. Sie umfasst den tatsächlichen Austausch, also den Übergang der Ware von einem Besitzer zu einem neuen, ebenso wie die kulturelle Interpretation und Umdeutung, die gerade zu das bestimmende Element der Handlungen eines Händlers ist. Der Händler ist in diesem Sinn mehr noch als ein Übersetzer, er ist cultural broker. Angeregt durch Sidney Mintzs klassische Studie aus dem Jahr 1985 “Sweetness and Power” bezieht der Autor seine Analyse nicht nur auf eine ethnologische Mikroperspektive sondern bezieht sich ebenso auf Prozesse und Strukturen globaler Integration. Indem er dies tut, eröffnet er auch einen facettenreichen Blick auf die historischen Hintergründe der Produktion, Distribution und Konsumption. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem 16. bis 20. Jahrhundert. Analog zum weit gespannten Gegenstandsbereich kann der Autor auf ein breites methodologisches Instrumentarium rekurrieren, das von Teilneh-mender Beobachtung über Archiv-, Bibliotheks- und Museumsrecherchen bis hin zu Methoden aus der aktuellen Multi-Sited-Ethnography reicht.
Show/Hide Abstract Im Spannungsfeld von Globalisierung und Lokalisierung. Politische Dezentralisierung in Hoachanas, Namibia (2005)
Carolin Olivares-Canas
Demokratisierung und Dezentralisierung sind zentrale Ziele der gegenwärtigen Entwicklungspolitik. Namibia hat diese Zielsetzung aufgegriffen und zumindest formal umgesetzt. Die kritische politische und wissenschaftliche Diskussion entzündet sich vor allem an der Frage inwieweit auf der nationalen Ebene Demokratie tatsächlich verwirklicht ist. Dieser Beitrag nimmt dagegen die Wirkung von Demokratisierung und Dezentralisierung auf der lokalen Ebene in den Blick. Im Zentrum steht dabei die Siedlung Hoachanas im abgelegenen Süden Namibias. Hoachanas war weitgehend von der formalen Verwaltung Namibias abgeschnitten und unterstand einer traditionellen Autorität. Im Rahmen der Dezentralisierungspolitik sollte die Siedlung durch die Errichtung eines auf demokratischen Prinzipien beruhenden Gremiums in die nationalen Verwaltungstrukturen integriert werden. Dabei zeigt sich, dass die auf der nationalstaatlichen Ebene nach westlichen Vorbildern entwickelten Konzepte von Demokratisierung und Dezentralisierung im Prozess ihrer Umsetzung auf der lokalen Ebene umgearbeitet werden und im lokalen Kontext als Instrumente lokaler politischer Auseinandersetzung dienen. Dezentralsierung bewirkt in diesem Fall erst die wirksame Einbezieung von Hoachanas in das nationalstaatliche Verwaltungssystem und Demokratisierung eröffnet neue lokale politische Arenen.
Die Ahnen essen keinen Reis: Vom lokalen Umgang mit einem Bewässerungsprojekt am Fuße des Kilimanjaro in Tansania (2005)
Jigal Beez

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