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Die Arbeit der Mbororo-Frauen früher und heute: eine Studie zum Wandel der sozio-ökonomischen Situation semi-nomadischer Fulbe-Frauen in Nordwest Kamerun
(1999)
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Michaela Pelican
- Die Arbeit befasst sich mit der pastoralen Wirtschaftsweise der Mbororo-Fulbe in Nordwestkamerun. Im Zentrum der Untersuchung stehen die geschlechtliche Arbeitsteilung sowie soziale Veränderungen als Folge der Sesshaftwerdung im Laufe des 20. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk wird dabei der wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Mbororo-Frauen geschenkt. Wie die Arbeit belegt, war die Sesshaftwerdung der Mbororo in Nordwestkamerun begleitet von zunehmendem Reichtum und Hinwendung zu islamischen Werten. Als Folge davon haben sich Mbororo-Frauen grossteils von wirtschaftlichen Aktivitäten im öffentlichen Raum (z.B. Verkauf von Milchprodukten) abgewandt und sich auf Arbeiten innerhalb des Haushalts (Nahrungszubereitung, Kinderbetreeung, Pflege und Verschönerung des Wohnraums) sowie auf pastorale Aufgaben im häuslichen Umfeld (Melken, Milchverarbeitung, Betreuung der Kälber) konzentriert. Die räumliche Einschränkung des weiblichen Aufgabenbereiches wird von den meisten Mbororo-Frauen nicht als Nachteil wahrgenommen sondern als Ausdruck ihrer muslimischen Identität bzw. eines besseren Verständnisses für islamische Werte sowie als Wertschätzung ihrer häuslichen Arbeit. Durch eine detaillierte ethnographische Beschreibung der pastoralen und häuslichen Aufgabenbereiche der Mbororo-Frauen leistet die vorliegende Magisterarbeit einen Beitrag zur Wirtschaftsethnologie, insbesondere zur Ethnologie der Arbeit. Die historisch orientierte Analyse der sozialen und ökonomischen Veränderungen innerhalb der Mbororo-Gesellschaft ergänzen die Diskussion um Faktoren und Prozesse des sozialen Wandels in Afrika.
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Freisetzung und Transport von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen aus / in kontaminiertem Bodenmaterial:Säulenversuche und Lysimeterstudie
(2004)
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Florian Storck
- Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) stellen ein besonderes Risiko für Mensch und Umwelt dar. Auf zahlreichen Flächen, vor allem ehemaligen Industriestandorten wie Gas- und Teerwerken, finden sich mit PAK kontaminierte Böden. Mit Hilfe von Säulen- und Lysimeterversuchen wird in dieser Arbeit der Einfluß der Temperatur sowie Fließgeschwindigkeit und Ionenstärke der Perkolationslösung auf die Freisetzung und den Transport von PAK unter wassergesättigten Bedingungen untersucht. Untersuchungsmaterial ist ein sandig-lehmiger Schluff, der mit Mineralöl und PAK belastet ist. In ihrem grundsätzlichen Aufbau entsprechen die Säulenversuche den Anforderungen der Vornorm prEN 14405 [CEN, 2002] und den Entwürfen DIN V 19736:2001-11 [DIN, 2001] sowie ISO/TC190WG6 [ISO, 2001]. Säulenexperimente wurden bei 15 und 25 °C mit zwei unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten und Flußunterbrechungen zur Identifizierung ratenlimierter Freisetzung durchgeführt. Um den Einfluß der Ionenstärke zu prüfen, wurde mit NaClO4-Lösung (0,02 mol/L, stellvertretend für eine Bodenlösung) und entsalztem Wasser (nach den Vorschriften der Normenentwürfe bzw. stellvertretend für Regenwasser) perkoliert. Die Lysimeterstudie stand unter natürlichem Temperaturregime des Versuchsortes Bayreuth. Von sonstigen atmosphärischen Einflüssen abgeschirmt, wurde das Lysimeter mit den gleichen Perkolationslösungen, die für die Säulenversuche Verwendung fanden, künstlich beregnet. Als bedeutsam für PAK-Transport und -Freisetzung erwies sich die Temperaturerhöhung um 10 °C. Bei hohen Fließgeschwindigkeiten stiegen die Konzentration im Eluat und die Quellstärke toxischer und cancerogener PAK um bis zu 500 % an. Damit erweist sich die in den Normentwürfen festgelegte Temperaturspanne für Säulenexperimente als zu groß. Noch weit stärker wirkt sich der Wechsel der Perkolationslösungen aus. Perkolation mit entsalztem Wasser führte bei hohen Fließgeschwindigkeiten, wie sie etwa bei Starkregenereignissen zu erwarten sind, zu einem Anstieg der Kolloidfreisetzung und der Eluatkonzentration und Quellstärke aller betrachteten PAK. Hervorzuheben ist hier die Zunahme von cancerogenem und für Wasserorganismen hochtoxischem BaPYR und Bbjk-FLA um den Faktor 400 bei hoher Fließgeschwindigkeit. Generell scheint sich mit höherer Fließgeschwindigkeit auch die Quellstärke zu erhöhen. Ergebnisse des Lysimeterversuches und der Säulenexperimente sprechen dafür, daß sich unter den gewählten experimentellen Bedingungen der PAK-Austrag fast ausschließlich auf Kolloide bzw. Partikel mit einem Durchmesser größer 0,7 Mikrometer beschränkt und DOC als Lösungsvermittler eine geringe Rolle spielt. Ratenlimitierte Freisetzung konnte in den Säulenexperimenten für DOC, nicht jedoch für PAK nachgewiesen werden.
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Dynamischer Zusammenbruch der schwachen Lokalisierung von Photonen
(2005)
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Christian Wickles
- Der Gegenstand dieser Arbeit ist die genauere Untersuchung des Phänomens des dynamischen Zusammenbruchs der schwachen Lokalisierung von Photonen und die zugrundeliegenden physikalischen Mechanismen. Die Betonung liegt dabei auf dem Einfluss der externen Freiheitsgrade bzw. der Schwerpunktsbewegung, so dass Atome mit einfachst möglicher interner Struktur angenommen werden.
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Altersabhängige Veränderungen von Immunsystem und Verhalten weiblicher Tapjas (Tupaia belangeri)
(2006)
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Christian Münkel
- In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob es bei Tupaia belangeri (Spitzhörnchen) Veränderungen von Verhalten und im Immunsystem im Alter gibt. In einem ersten Versuch wurden unter Standard Laborbedingungen (Heimatkäfig) gehaltene, zwischen 3 Monaten und 7 Jahren alte, Tiere untersucht. Hierfür wurden Verhaltensaufzeichnungen der Hellphase (12h) per Video für eine spätere Auswertung erstellt. Für die Bestimmung von Hormonen und Immunparametern wurde den Tieren zwei Stunden vor Beginn der Aktivitätsphase Blut entnommen. In einem weiteren Versuch wurden dieselben Individuen für 2 Stunden in eine ihnen unbekannte Umgebung gebracht, um zu erforschen, ob die Tiere verschiedenen Alters unterschiedlich in Verhalten und Physiologie auf diese leichte Belastung reagieren. Während der Zeit in der neuen Umgebung (Versuchsräume) wurden wiederum Verhaltensaufzeichnungen angefertigt und im Anschluss eine Blutabnahme durchgeführt. Zusätzlich wurden 2 Wochen vor diesem Versuch Vorwerte zu dieser Tageszeit bestimmt, um über individuelle Veränderungen Aussagen treffen zu können. Die wichtigsten Befunde sind: -Die Aktivität nimmt mit zunehmendem Alter ab. -Körpermasse und Nahrungsaufnahme ändern sich nicht im Alter. -Die Funktionalität und Anteile der Zellen des spezifischen Immunsystems nehmen bei Tupajas mit zunehmendem Alter ab. -Die morgendlichen Glucokortikoidkonzentrationen im Serum nehmen mit dem Alter ab. -Auf eine leichte Belastung reagieren alte und junge Tiere mit vergleichbarem Verhalten; ältere Tiere explorieren im Unterschied weniger das neue Umfeld. -Die Glucokortikoidausschüttung auf eine Belastung hin nimmt mit zunehmendem Alter der Tiere ab.
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Vertrauensbildende Maßnahmen in Grid-Ökonomien
(2007)
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Thomas Reichmann
- Mit zunehmender Verbreitung von Grid-Infrastrukturen in Unternehmen gewinnt die Frage nach Vertrauen immer mehr an Bedeutung. In einer offenen, heterogenen, sich ständig verändernden Umgebung, wie z.B. der Grid-Ökonomie ist hundertprozentige Sicherheit nicht zu gewährleisten; aus diesem Grund ist Vertrauen in den Handelspartner notwendig. Ziel dieser Arbeit ist es, bereits bestehende vertrauensbildende Maßnahmen aus dem Bereich der Informationsökonomie bezüglich ihrer Übertragbarkeit auf GridÖkonomien kritisch zu analysieren. Dabei sollen ausgewählte Instrumente zur Überwindung von Unsicherheit durch Informationsbereitstellung vorgestellt und diese jeweils anschließend auf ihre Anwendbarkeit in Grid-Ökonomien untersucht werden.
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Incentive Compatibility and Efficiency in the Contractual Insurer-Provider Relationship - Economic Theory and Practical Implications: The Case of North Carolina
(2007)
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Andreas Schmid
- The paper is concerned with the efficient organization of contractual relationships between health insurers and providers. An introduction to relevant aspects of contract theory is followed by their adaptation to the characteristics of the health care system. The focus lies on an ex ante alignment of incentive structures as well as on an efficient handling of conflicts of interest once a contract has been sealed (ex post). The theory based conclusions are contrasted with the situation in North Carolina, USA. Due to the implemented regulation, this state is well suited to serve as a reference. An excursus to the American health care system provides the reader with the necessary background. A discussion of results completes the paper.
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Grid Computing in Small and Medium-Sized Enterprises: An Exploratory Study of Corporate Attitudes towards Economic and Security-Related Issues
(2008)
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Joachim Westhoff
- As Grid computing commenced in the scientific sector, it slowly enters the commercial environment. Although it proposes interesting features for horizontal integration of hardware and resource sharing, businesses slowly implement Intragrids in their companies. Open Grid markets are yet not deployed.
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Multiple Criteria Decision Making in Application Layer Networks
(2008)
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Frank Schneider
- This work is concerned with the conduct of MCDM by intelligent agents trading commodities in ALNs. These agents consider trustworthiness in their course of negotiation and select offers with respect to product price and seller reputation.
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Menschliches Verhalten in elektronischen Märkten
(2008)
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Matthias Söllner
- Diese Arbeit betrachtet menschliches Verhalten auf elektronischen Märkten. In diesem Zusammenhang wurden zwei Experimente durchgeführt, die das Auction Fever in Holländischen Auktionen sowie das menschliche Risikoverhalten im sehr hohen Wahrscheinlichkeitsbereich näher untersuchen. Im Experiment zum menschlichen Risikoverhalten wurde speziell die Bewertung hoher Gewinnwahrscheinlichkeiten durch die Teilnehmer untersucht. Hinsichtlich des Auction Fever wurde ein Referenzexperiment beschrieben, kritisiert und auf Basis dieser Kritik ein Folgeexperiment durchgeführt. Hierbei wurde beobachtet, dass Menschen ein vorher gesetztes Limit nicht konstant unterbieten sondern auch teilweise überbieten. Es wurden außerdem Einflussfaktoren für diesen emotionalen Effekt erarbeitet.
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Die Finanzierung von Eigentumswohnungen in Addis Abeba. Eine diskursanalytische Annäherung an Wohneigentum
(2008)
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Nadine Wenzel
- Die Stadtregierung Addis Abebas begann im Jahr 2004 der zunehmend sichtbaren städtischen Wohnungskrise mit einem "Integrated Housing Development Program" (IHDP) entgegen zu wirken. Innerhalb dieses Großprojekts war bis zum Jahr 2011 der Bau von 225.000 Wohnungen vorgesehen, die ursprünglich zur Hälfte der unteren Einkommensschicht1 in Addis Abeba zur Verfügung gestellt werden sollten (Addis Ababa City Government 2007). Die Einheiten dieser so genannten Condominium-Appartment-Häuser, die in jüngster Zeit meist bis zu 7 Etagen erreichen, waren von Beginn an nur für den Eigentumskauf gedacht. Per Losverfahren erhalten registrierte Bewerber eine Zuteilung. Bereits im Jahr 2005 konnten die ersten Begünstigten des IHDP ihre Eigentumswohnung beziehen. Die als Last empfundene Finanzierung dieser einmaligen Chance auf die eigenen vier Wände trübt im Alltag vieler Familien der unteren Einkommensschicht jedoch die Freude über ihr Losglück. Aussagen aus den im Rahmen dieser Arbeit geführten Tiefeninterviews mit Haushaltsmitgliedern über ihr Wohnungseigentum und dessen Finanzierung geben darüber hinaus eindeutige Hinweise darauf, dass Einwohnern von Addis Abeba letztendlich keine Wahlmöglichkeiten hinsichtlich ihres Wohnraumes gegeben sind. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht nicht eine Evaluierung des IDHP, sondern eine kritische Auseinandersetzung (Diskursanalyse) des öffentlichen Diskurses über die Schaffung von Wohneigentum in Addis Abeba. Die empirische Untersuchung konzentriert sich auf drei Forschungsfragen: 1. Welche Diskurse prägen die Wohnungspolitik in Addis Abeba? 2. Ist Eigentum an Wohnraum im äthiopischen Kontext gesellschaftlich relevant? 3. Gibt es eine Beziehung zwischen den Diskursen und dem Rückzahlungs-Verhalten der Begünstigten? Ein Ziel der Forschung war der Versuch, das Feld des ‚Denkbaren’ und ‚Sagbaren’ im Kontext des IHDP auf der Basis von Medienberichten, Dokumenten und Aussagen von Experten zu identifizieren. Gibt es Anzeichen eines hegemonialen Diskurses, der durch seine Wirkmächtigkeit andere Optionen, insbesondere Alternativen zu Wohneigentum, wie bspw. Miete, nicht mehr denkbar erscheinen lässt? Auf Grundlage einer poststrukturalistischen Perspektive, die die Bedeutung von sprachlichen Strukturen und deren Offenheit für die Wirkung von Vorstellungen und Normen in der Praxis anerkennt, wurde FOUCAULTs Empfehlung gefolgt, den Existenzbedingungen eines Diskurses nachzugehen. Wohneigentum scheint für alle Einkommensgruppen eine gesellschaftliche Norm zu sein. Die Konsequenzen für das monatliche Budget und die alltäglichen Handlungsoptionen von Eigentümerhaushalten sind ein wichtiger Teil der empirischen Ergebnisse. In Äthiopien werden die Option eines öffentlichen und privaten Mietwohnungsbaus sowie die Notwendigkeit eines Mieterschutzgesetzes innerhalb der Wohnungspolitik anscheinend nicht gesehen.