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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/index/index/</link>
    <pubDate>Thu, 07 Jul 2011 08:24:02 +0200</pubDate>
    <lastBuildDate>Thu, 07 Jul 2011 08:24:02 +0200</lastBuildDate>
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      <title>Soziale Prozesse der Selbstregulation einer Wildkaninchenpopulation (Oryctolagus cuniculus L.)</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/693</link>
      <description>Wahrend einer Populationsstudie von Wildkaninchen innerhalb eines 22000 m2 großen Freigeheges wurden strukturelle und demographische Parameter über 16 Jahre aufgenommen. 1. Populationsdynamik: Trotz einer jährlichen Produktion von 258-1080 Jungtieren verblieb die Adulttierdichte stabil und schwankte nur um etwa 50 Tiere. Die Populationsgröße wird in Abhängigkeit von ihrer Dichte und Altersaufbau reguliert, was ihren Ausdruck in einem Zyklus der Wachstumsrate mit einer Periode von ca. 5 Jahren findet. 2. Sozialstruktur: Wildkaninchen leben in Mischeinheiten mit geschlechtsspezifischen linearen Dominanzhierarchien, die durch das Territorialverhalten von Männchen voneinander isoliert sind. Innerhalb von Männchenterritorien können Weibchen Untergruppen bilden. 3. Populationsdynamische Faktoren Jahreszeit: In der Nichtreproduktionszeit bleiben strukturbildende Verhaltensweisen erhalten. Dichte: Mobilität und strukturbildende Verhaltensweisen, wie rangabhängiges nahes Beisammensitzen, aggressives Verhalten und Hüteverhalten sind dichteabhängig. 4. Sozialdynamik Folgende Mechanismen regulieren und stabilisieren die Gruppengröße während der Abnahme der Populationsdichte: Männchen: Dominante Männchen vergrößern ihre Reviere; subdominante Männchen wandern in Gruppen mit vielen Weibchen ab und / oder ersetzen verstorbene dominante Männchen. Subdominante Männchen pendeln zwischen zwei Revieren. Reviere werden von dominanten und subdominanten Männchen verteidigt. Weibchen: Weibchen aus Gruppen mit wenig Raum wandern in Gruppen mit mehr Raum ab. Weibchen großer Gruppen wandern in kleine Gruppen ab. Weibchen erhalten ihre kleine Gruppengröße durch Territorialverhalten. Weibchen großer Gruppen spalten sich und bilden Untergruppen. Männchen und Weibchen: Individuelle Bindungen können bei Mangel an Männchen beobachtet werden. Folgende Mechanismen destabilisieren das System und können zu einer Erhöhung der Populationsdichte führen. a) Eine begrenzte Kapazität der Männchen, Reviere zu vergrößern und zu verteidigen; b) ein Mangel an Männchen, der zur Neubildung von Weibchengruppen führt, die disharmonisch sind; c) eine Abnahme der Weibchengruppengröße, die zu klein werden, um gegen eine Emigration von Weibchen aus größeren Gruppen verteidigt zu werden. 5. Funktion der Prozesse Strukturell-funktionale Aspekte: Männchen erhöhen bzw. erhalten ihren Zugang zu Weibchen durch Zusammenschluß in Dominanzhierarchien, Verbesserung des sozialen Status sowie durch Vergrößerung ihrer Reviere. Weibchen erhöhen bzw. erhalten ihren Zugang zu Wurfbauten durch Zusammenschluß in Dominanzhierarchien bzw Untergruppen, durch Verbesserung des sozialen Status und Abwanderung in Gruppen mit mehr Raum. Reproduktion: Eine Reproduktionssupression konnte nur auf der individuellen Ebene in Abhängigkeit von der Gruppengröße und dem Rang festgestellt werden. Die Reproduktionssuppression wirkt sich bei hoher Dichte auf die Wurfsynchronisation aus. Verwandtschaft: Eine geringer matrilineare Verwandtschaftsgrad innerhalb der Gruppen wird verursacht durch einen Generationsaustausch, Abwanderung und Geschwistertrennung. Homoöstase: Die Ausbildung sozial stabiler Beziehungen puffert direkte Konkurrenz ab, was sich in der Erniedrigung der Nebennierenrindenaktivität (NNR) äußert. Soziale Veränderungen bewirken unabhängig vom Rang eine Erhöhung der NNR. Copingstrategien wie Konfrontation bzw. Konfliktvermeidung können in Sozialbindungen und damit einhergehenden Ortsbindungen resultieren, die sich gegenläufig zu rangabhängigen NNR auswirken. Aufgrund der Komplementarität von Verhalten, sozialen Prozessen und Positionen mit der Lebenserwartung von Tieren können über die NNR Rückschlüsse auf die Befindlichkeit von Tieren, wie Sicher-, Unsicherheit und Selbstvertrauen getroffen werden. 6. Vernetzung: Strukturell-funktionale Mechanismen selbstorganisieren die horizontale Vernetzung der Population in unterschiedlich zusammengesetzte Gruppen. Innerhalb der Population bestimmen endogene Mechanismen der Sicherheit von Individuen die Selbstorganisation in soziale Gruppen. Sie sind das Ergebnis zentrifugaler Kräfte positiver Rückkopplungsprozesse eines Aggressionsvermeidungssystems sowie der zentripetalen Bindungskräfte von Wurfbauen und Paarungspartnern. 7. Lebensgeschichte und Demographie: Dichteabhängige Oszillationen sind gebunden an die Alters- und Geschlechterzusammensetzung der Population. Dies kann als zirkuläre Geschlossenheit von Ursache und Effekt des Auf- und Abbaus eines sozialen Netzwerkes als Regel generierendes (konstitutives) und Regel basierendes (evaluatives) System der Prozesse, die soziale Unsicherheit reduzieren, verstanden werden. 8. Synthese: Die Populationsdynamik der Jungtiere lässt sich allein aus der systemhaften Vernetzung von Populationsparametern formalisieren und vorhersagen.</description>
      <author>Paul Ernst Kaetzke</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/693</guid>
      <pubDate>Thu, 07 Jul 2011 08:24:02 +0200</pubDate>
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      <title>Exocrine glands in Erotylidae (Coleoptera, Cucujoidea): chemical ecology, morphology and evolution</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/598</link>
      <description>In most insect orders chemical defence is highly important and a multiplicity of partly spectacular defence mechanisms were described in the last years. It is well known that members of the Erotylidae show a particularly rich equipment of exocrine compound glands. However, morphology and ultrastructure as well as the chemistry of the secretions of these compound glands remain unexplored so far. The cosmopolitan Erotylidae is assigned to the superfamily Cucujoidea (Clavicornia) of the Coleoptera-Cucujiformia and comprises about 3500 described species in 258 genera. Today the family includes both the phytophagous species of the former Languriidae and the mycophagous species of the former Erotylidae s. str. (now ranked as the subfamily Erotylinae). The adult beetles, as well as their larvae, are bounded to different bracket fungi or live under the bark. Most species are striking in appearance, frequently in combination with conspicuous patters of stripes, spots or rings. The present contribution deals with species of this coleopteran family and concerns altogether five different subject areas: (1) Morphological details of the internal structure and ultrastructure of the compound glands were examined in exemplar species of the family (Tritoma bipustulata, Triplax scutellaris) for the first time (SEM, TEM). Each compound gland consists of a central excretory duct and numerous identical gland units. These gland units are composed of two different cells, whereof one forms a cuticular ductule. Thus the glands belong to class III as defined by Noirot and Quennedey (1974, 1991). Furthermore, the glands offered two structural features (lateral appendix, the spongious wall of the ductus), which were previously not known from compound glands of beetles. (2) Hitherto hardly known was the ability of reflex bleeding in these species. The phenomenon is reported, for instance, from the closely related families Coccinellidae and Endomychidae. However, the hemolymph is not, like in the mentioned taxa, released from the joints of the leg, but from the abdominal tip. The chemistry of the reflex blood as well as the discharged secretion of the pronotal glands was examined by GC-MS for the first time. Biological effects of the identified compounds of both secretions were evaluated in bioassays and agar diffusion tests. (3) Furthermore, a study on the role of emitted fungal volatile compounds in recognition of the hostfungus by mycophagous beetles was conducted (GC-EAD, EAG). Beside the two erotylid-species (Tritoma bipustulata and Dacne bipustulata), mycophagous species of the families Tenebrionidae and Ciidae were included in this study. The scents of young as well as aged fungi were tested. The results imply that the species are able to discriminate between fungi of different ages as well as the degree of colonization. (4) Due to the multiplicity of different exocrine compound glands in Erotylidae (within the angles, as well as along the lateral margin of the pronotum, on the prosternal and mesoventral intercoxal processes, anteromesal to the compound eyes, on the subgenal braces, and rarely on the mentum), a comparative analysis on the occurrence of compound glands was carried out. 47 species were included in this analysis. The results were mapped on an existing phylogeny of the family and other phylogenetic hypotheses were discussed. Several glandular characters support the monophyly of the Erotylidae, Erotylinae as well as some tribes of the latter subfamily. Also the postulated position of Languria bicolor (Languriinae) within the Erotylinae is confirmed by glandular characters. (5) Finally, it was possible to identify Brachyserphus parvulus (Proctotrupidae) as a parasitoid of T. bipustulata. Members of this group of Hymenoptera are endoparasites in larvae of numerous families of the Coleoptera, Diptera and Lepidoptera. B. parvulus was hitherto known from species of Nitidulidae, Melandryidae, Phalacridae as well as the erotylid genus Triplax.</description>
      <author>Kai Drilling</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/598</guid>
      <pubDate>Mon, 10 Jan 2011 10:41:47 +0100</pubDate>
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      <title>Secondary Plant Compounds as Feeding Deterrents in the African Subterranean Termite Schedorhinotermes lamanianus Sjöstedt (Isoptera: Rhinotermitidae): A Behavioural and Neurophysiological Approach</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/587</link>
      <description>In the present study, the influence of plant-derived secondary compounds on feeding behaviour in the subterranean termite Schedorhinotermes lamanianus was investigated. Furthermore, the chemosensory input system responsible for the perception of these compounds was investigated using electrophysiological methods. The obtained results provide evidence that in S. lamanianus a variety of structurally diverse secondary plant compounds (alkaloids and non-alkaloids) other than securinega-alkaloids influence feeding behaviour. These compounds evoke an avoidance of food sources or lower food consumption under choice conditions even at lower concentrations obtained for securinega-alkaloids. Furthermore, these compounds also reduce feeding under no-choice conditions. Termites seem to ingest less food even when they started feeding and no alternative food source is available. Therefore these compounds act as repellents and feeding deterrents in S. lamanianus depending on the test conditions under which they are applied. Furthermore, the present study provides strong evidence that different proximate mechanisms explain feeding inhibition in S. lamanianus: 1) Twelve structurally very diverse alkaloids, including feeding deterrent alkaloids in S. lamanianus, stimulated the taste neuron II/3 in TP II sensilla on antennae of this termite species. Non-alkaloids did not stimulate neuron II/3. Therefore, this neuron II/3 is an "alkaloid cell" negatively influencing feeding behaviour in this termite. 2) Feeding inhibition seems also to be influenced by the inhibition of phagostimulant taste neurons ("water cells") on antennae. 3) A second sensory input system for the perception feeding deterrent plant-derived secondary compounds seems to be evident as some tested compounds (alkaloids and non-alkaloids) are clear antifeedants in S. lamanianus but do not influence feeding behaviour by the former two mechanisms. Hence, in termites feeding inhibition by secondary plant compounds is a very complex process which needs further investigation. Including neurophysiological investigations of the chemosensory input system seems to be a promising approach to better understand feeding inhibition in termites which may lead to improved wood protection and termite management.</description>
      <author>Stefan Gross</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/587</guid>
      <pubDate>Tue, 12 Oct 2010 11:13:34 +0200</pubDate>
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    <item>
      <title>The Social System of the Round-Eared Sengi(Macroscelides proboscideus)</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/528</link>
      <description>In the present study, I investigated the social system of the round-eared sengi (Macroscelides proboscideus), a small crepuscular mammal that lives in deserts and semi-deserts in Southern Africa. For studying the evolution of monogamy in this species, I determined the social organisation and male mate guarding in wild animals in the Goegap Nature Reserve, South Africa. Data were collected over three successive breeding seasons and one non-breeding season by radio-tracking and trapping over a period of 2.5 years. Additionally, extra-pair attempts of paired round-eared sengi males were studied under laboratory conditions using direct behavioural observations and morphological and physiological characteristics of males. In the field, the population was characterised by balanced adult sex ratios and by a lack in sexual dimorphism in body mass. Round-eared sengis lived in perennial territorial male-female-pairs. However, males maintained much larger areas than females that were sensitive to population density and the presence of neighbouring males. At higher density males used smaller areas than at lower population density, but the number of neighbouring males was fairly constant throughout the whole study. Male space use appeared to be primarily limited by the presence of neighbouring males. In contrast, females maintained smaller-sized territories despite changes in population density. Some paired males attempted to take over widowed females, but shifted back to their original home range following the intrusion of an un-paired male, possibly because of a low variation (about 10 %) in body mass. Female reproduced 2-3 litters during a long breeding season with an asynchronous birth interval between neighbouring females, favouring pre-copulatory and oestrus mate guarding. Males over-mark their females’ scent while following, possibly for concealing the females’ reproductive state and advertisement of the paired status, thereby decreasing the risk of intrusions by competitors. Mate guarding incurred costs, because, overall, males lost about 5 % of their body mass. On the individual level, male body mass loss was negatively related to the intensity of mate guarding during the pre-copulatory period. Furthermore, guarding was inversely correlated with male body mass in the pre-copulatory period and with the number of neighbouring males during oestrus, indicating that males vary their guarding effort in relation to their physical capabilities and the competitive environment. In addition, both sexes demonstrated promiscuous tendencies in the experimental study. Female sexual behaviour with male neighbours was positively related to the time neighbouring males spent in the females’ area and to male marking behaviour. Intruding males were attacked by resident males. Aggression experienced by intruding males was associated with body mass loss (about 4%) in these animals; the same was found for marking behaviour in the neighbouring area. Furthermore, glucocorticoid levels, determined from analyses of faeces and urine samples, positively correlated with male body mass loss and also with male marking behaviour of intruding males, indicating costs of this behaviour. In conclusion, pair-living is the predominant social organisation in round-eared sengis. Males suffered from a limited opportunity to monopolise more than a single female that may have resulted from females living solitarily in small exclusive territories, balanced adult sex ratios and a low variation in body mass between males. However, both sexes have promiscuous tendencies. Female reproduced asynchronously and advertised their reproductive status, so that males pursued two behavioural tactics: Males engage in mate guarding for ensuring paternity and also in extra-pair attempts with neighbouring females, possibly for increasing their reproductive success. Since both male tactics were energetic costly they may serve as honest signals of quality providing only higher quality males with the opportunity to enhance their reproductive success, which in turn may be advantageous for females in terms of genetic benefits.</description>
      <author>Melanie Schubert</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/528</guid>
      <pubDate>Tue, 19 Jan 2010 09:32:14 +0100</pubDate>
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    <item>
      <title>Fischökologische Funktionalität von Fließgewässerrenaturierungen im oberfränkischen Mainsystem</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/342</link>
      <description>1. Im oberen Mainsystem, an Main und Rodach (Oberfranken) wurden seit 1992 ausgedehnte Fließgewässerrenaturierungen durchgeführt (Wasserwirtschaftsamt Bamberg). Aktuell umfassen die Maßnahmen 25 Flussbereiche mit mehr als 15 km Länge. Die Maßnahmen verbesserten die natürliche Flussdynamik und Habitatvielfalt (Flussaufweitungen, neue Seitenarme, Anbindung der Aue und lateraler Gewässer). 2. Die Untersuchung (1999, 2002-2004) erfasste die fischökologische Funktionalität unterschiedlicher Renaturierungsmaßnahmen. Die Zusammensetzung und zeitliche Veränderung von Fischgemeinschaften wurde zwischen drei regulierten und renaturierten Flussbereichen verglichen (Monitoring-Bereiche). Der Einfluss morphologischer und hydrologischer Faktoren erfasst (Breiten- und Tiefenvarianz, Abfluss). Verhaltensökologische Mechanismen wurden analysiert (Migrationsverhalten, Drift). Für die Leitart Barbe (Barbus barbus) wurden Bestandsdynamik und Populationsaufbau ermittelt. Aktive Fangmethoden waren die Elektrofischerei und das Zugnetz, passive Methoden Forney- und Lichtfallen, Drift- und Trappnetze. 3. Insgesamt wurden 32 Fischarten erfasst, 70% der Fischarten Oberfrankens. 15 Arten waren in der RL Deutschlands geführt, von denen wiederum 13 Arten in der RL Bayerns vorkamen. Aus naturschutzfachlicher Sicht war der Nachweis von 8 kieslaichenden und bundesweit gefährdeten Fischarten hoch zu bewerten (Äsche, Thymallus thymallus; Bachforelle, Salmo trutta; Barbe, Barbus barbus; Hasel, Leuciscus leuciscus; Lachs, Salmo salar; Nase, Chondrostoma nasus; Nerfling, Leuciscus idus und Rapfen, Aspius aspius). 4. Es gab keine einheitlichen, charakteristischen Fischgemeinschaften der regulierten und renaturierten Flussstrecken. Die renaturierten Flussbereiche waren insgesamt produktivere Fischbezirke. 5. In den regulierten und renaturierten Flussbereichen aller Monitoring-Bereiche dominierten die euryöken Cyprinidenarten Aitel (Leuciscus leuciscus), Laube (Alburnus alburnus) und Rotauge (Rutilus rutilus) die adulte und juvenile Fischgemeinschaft. In den renaturierten Flussbereichen bildeten sich mit den Jahren spezialisiertere Fischgemeinschaften aus, während die regulierten Bereiche zunehmend von euryöken Arten bestimmt wurden. In den regulierten Flussbereichen waren die Jungfischbestände gering. 6. Die renaturierten Seitengewässer waren wichtige Winterstandorte für die adulten und juvenilen Fischbestände. Die Variabilität der Gewässertiefe war das wichtigste Strukturmerkmal für die Qualität der Winterhabitate. Im Winter stiegen die Artenvielfalt, Diversität, Evenness und das durchschnittliche Körpergewicht der Jungfische bei zunehmender Tiefenvarianz signifikant an. 7. Die renaturierten Flussbereiche waren für die Driftstadien der larvalen und juvenilen Fische Refugien mit günstigen Wachstumsbedingungen. Sie waren wichtige Ausgangspunkte für deren Verbreitung im Flusssystem. Die Drift zeigte ein saisonales und tageszeitliches Muster. Das Driftaufkommen nahm mit steigenden Wassertemperaturen zu. Hydrologische Parameter bestimmten die Driftintensität. 8. Eine neu gestaltete Altwasser-Kiesseeanbindung zum Main war ein wichtiges Laichgebiet und Jungfischhabitat. Sie wurde von den juvenilen und adulten Fischen als Nahrungshabitat und Wintereinstand genutzt. Es kam zu umfangreichen saisonalen und tagesrhythmischen Wanderbewegungen zwischen Fluss und Seitengewässer. Für die phythophilen Arten Hecht (Esox lucius), Schleie (Tinca tinca) und Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) waren die Laichbedingungen im Seitengewässer günstig. Die Anbindung war ein hochwertiges Jungfischhabitat. Das reiche Zooplanktonangebot in der Anbindung führte zu tageszeitabhängigen „feeding migrations“ juveniler und adulter Fische. Im Oktober begannen die juvenilen und adulten Fische ihre Wintermigration in das Seitengewässer. 9. Die Renaturierungsmaßnahmen verbesserten für die Leitart Barbe das Angebot, die Größe und die Verknüpfung lebenswichtiger Habitattypen. In 5 Jahren (1999-2004) stieg der Anteil der Barbe am gesamten Fischbestand um 25%. Die Erträge erreichten natürliche Bestandswerte. 10. Die Untersuchung an Flutmulden zeigte, dass neu geschaffene Auengewässer eine wichtige Funktion als Refugien und Jungfischhabitate haben und folglich den natürlichen Fischbestand stabilisieren. 11. Die Abflussdynamik beeinflusste die Fischgemeinschaften. Während Hochwasserwellen konzentrierten sich die Fischbestände kurzfristig entlang der Ufer, in den Seitengewässern und den Überflutungszonen der Aue. Das bessere Angebot an Refugien in renaturierten Flussbereichen erleichterte den Fischen ein schnelles Ausweichen. 12. Die aktuell ausgeführten Renaturierungsmaßnahmen konzentrieren sich vorrangig auf den Hauptstrom. Von ihnen profitieren v.a. die strömungsliebenden (rheophilen) Fischarten. In Zukunft muss die laterale Gewässerverknüpfung verbessert werden, um die Situation der phythophilen Fischarten zu stärken und das Angebot an Refugialräumen zu erhöhen.</description>
      <author>Thomas Speierl</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/342</guid>
      <pubDate>Mon, 17 Dec 2007 12:58:51 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Zur Rolle der Hämolymph-Inhaltsstoffe bei der Feindabwehr von Zikaden (Cicadomorpha et Fulgoromorpha) unter besonderer Berücksichtigung der Blutzikade Cercopis vulnerata ROSSI</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/253</link>
      <description>Während chemische Abwehr bei vielen Insektengruppen intensiv untersucht wurde, ist bei Zikaden (Cicadomorpha, Fulgoromorpha) wenig darüber bekannt, inwieweit diese Abwehrstoffe einsetzen. Lediglich das Vorkommen von Cantharidin und Indolalkaloiden in Lycorma delicatula (Fulgoromorpha: Fulgoridae) ist bislang beschrieben. Ein weiterer Wirkstoff mit Bedeutung für die Feindabwehr ist das nicht giftige Methoxypyrazin, welches in der Blutzikade Cercopis vulnerata (Cicadomorpha: Cercopoidae) vorkommt. Diese auffällig schwarz-rot gefärbte Blutzikade mit der Fähigkeit zum Reflexbluten – einem bei vielen anderen chemisch geschützten Insekten bekannten Verhalten – stand im Mittelpunkt der Untersuchung. Alle weiteren in Deutschland vorkommenden Arten der Cercopidae und einige Arten der Schwesterfamilie Aphrophoridae konnten durch mechanische Reizung erfolgreich auf Reflexbluten getestet werden. Es wird gezeigt, dass es sich bei dem von C. vulnerata am Prätarsus abgegebenen Flüssigkeitstropfen tatsächlich um Hämolymphe handelt. Mittels Gaschromatographie und Massenspektrometrie (GC-MS) wurden die Hämolymph-Inhaltsstoffe von Weibchen und Männchen sowie von verschiedenen Zikadenarten miteinander verglichen und potenzielle Abwehrstoffe in C. vulnerata und weiteren Zikaden gesucht. Außerdem wurde versucht, die Herkunft dieser Wirkstoffe zu klären; deren Bedeutung für die Feindabwehr wird diskutiert. Die Totalionenstromchromatogramme (TICs) der Hämolymph-Proben von Weibchen und Männchen der schwarz-rot gefärbten Cercopiden (Cercopis vulnerata, C. sanguinolenta, Haematoloma dorsatum), der unscheinbar gefärbten Aphrophoridae (Philaenus spumarius, Lepyronia coleoptrata) und einer unauffällig gefärbten Membracide (Centrotus cornutus), sowie von Gryllus bimaculatus (Ensifera: Gryllidae) als Kontrolle, wurden in einer Ähnlichkeitsanalyse miteinander verglichen. Die Ordination zeigt eine signifikante Abtrennung der Cercopide von den restlichen untersuchten Arten inklusive Kontrolle. In den GC-MS-Analysen der Hämolymphe von C. vulnerata dominierten als Hauptkomponenten C23- und C25-Alkene, die sich qualitativ und insbesondere quantitativ zwischen den Geschlechtern unterschieden. Diese langkettigen Kohlenwasserstoffe wurden auch in Oberflächenextrakten gefunden und dienen möglicherweise als cuticuläre Abzeichen; deren potenzielle Funktion bei der Partnerwahl wird diskutiert. Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen gelang kein Nachweis von Cantharidin bei diesen und weiteren 24 Zikadenarten. Jedoch wurden in den untersuchten Individuen von C. vulnerata leicht flüchtige Substanzen gefunden, denen eine mögliche Funktion bei der Feindabwehr zukommen könnte (Warngeruch): Dimethyldisulfid (DMDS), Dimethyltrisulfid (DMTS), 3-Ethyl-2,5-dimethylpyrazin, Dimethyltetrasulfid (DMTetS) und Indol wurden anhand von Referenzsubstanzen identifiziert. Innerhalb dieser leicht flüchtigen Substanzen war das DMTS die Hauptkomponente. Auch in C. sanguinolenta bzw. H. dorsatum konnten diese Substanzen, abgesehen von 3-Ethyl-2,5-dimethylpyrazin bzw. DMTetS, detektiert werden. Vereinzelt ließen sich diese Volatile ebenfalls in den restlichen Zikadenarten spurenanalytisch nachweisen. Bei G. bimaculatus hingegen wurde keine dieser Verbindungen gefunden. Da Sulfide oft von Bakterien produziert werden, sollte geklärt werden, ob das Auftreten dieser Hämolymph-Wirkstoffe mit der Präsenz von Endosymbionten zusammenhängt. Nach Behandlung von C. vulnerata-Individuen mit dem Antibiotikum Tetracyclin konnte allerdings anhand der gemessenen DMTS- und DMTetS-Konzentrationen in der Hämolymphe kein Unterschied zwischen behandelten und unbehandelten Versuchstieren festgestellt werden. Auch die Größe der Symbiontenorgane (Mycetome), als Indiz für die Wirksamkeit der Antibiotikum-Behandlung, unterschied sich zwischen behandelten und unbehandelten Tieren nicht. Dagegen wurde gezeigt, dass die Weibchen im Durchschnitt größere Mycetome besitzen als die Männchen. Eine Mehrkomponenten-Abwehr von C. vulnerata zum Schutz vor Prädatoren wird diskutiert: Wahrscheinlich profitieren die Adulti von (i) ihrer auffälligen Färbung als Alarmsignal für insektivore Vögel, (ii) beim Reflexbluten emittierten unangenehmen Geruch als Feindirritierung – hervorgerufen durch die flüchtigen Verbindungen in der Hämolymphe –, und (iii) ihrem sehr guten Sprungvermögen als Fluchtmechanismus.</description>
      <author>Monika Körner</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/253</guid>
      <pubDate>Wed, 18 Apr 2007 11:47:11 +0200</pubDate>
    </item>
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