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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/index/index/</link>
    <pubDate>Mon, 25 Feb 2013 15:45:25 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Mon, 25 Feb 2013 15:45:25 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Sozialphilosophie und Geldpolitik bei Friedrich August von Hayek, Walter Eucken, Joseph Alois Schumpeter, Milton Friedman und John Maynard Keynes</title>
      <link>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/1090</link>
      <description>Die globale Finanzkrise, die im Frühjahr 2007 begann und im September 2008 durch den&#13;
Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers eskalierte, begann im vierten Quartal&#13;
2008 weltweit auf die Realwirtschaft durchzuschlagen. Die deutsche Bundesregierung&#13;
rechnete damit, dass im Jahr 2009 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6 Prozent einbrechen&#13;
werde – so stark wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Es kam mit einem BIP-Rückgang von&#13;
4,9 Prozent dann zwar nicht ganz so schlimm, aber auch diese Rezession war die stärkste&#13;
seit 1945. Für diese dramatischen Entwicklungen lieferten Ökonomen im Wesentlichen zwei&#13;
Erklärungsmuster: Die einen gaben den Zentralbanken die Schuld, sie hätten in den zwei&#13;
Jahrzehnten vor der Krise zu viel Liquidität geschaffen, die dann zu Preisblasen etwa auf&#13;
dem amerikanischen Immobilienmarkt führte. Andere machten eine zu schlaffe Regulierung&#13;
und die Liberalisierung der Finanzmärkte für die Entwicklungen verantwortlich.&#13;
Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse entstand die Idee, nicht nur eine technische Analyse&#13;
durchzuführen um zu erkennen, welches Erklärungsmuster plausibler sei. Stattdessen sollte&#13;
analysiert werden, wie sich diese diametral wiedersprechenden Aussagen von Ökonomen&#13;
ideengeschichtlich erklären lassen. Es erschien nötig, sich ideengeschichtlich mit&#13;
Sozialphilosophie, der Rolle des Staates in der Wirtschaft sowie dem Wesen des Geldes und&#13;
des Zinses in den wichtigsten ökonomischen Schriften des 20. Jahrhunderts zu&#13;
beschäftigen. Dabei sollte es um die Frage gehen, ob bei Ökonomen und Sozialphilosophen&#13;
zwischen den generellen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Vorstellungen einerseits&#13;
und den geldpolitischen Vorstellungen andererseits ein Zusammenhang besteht. Diese&#13;
Frage sollte durch einen Literaturvergleich verschiedener Staats- und Geldtheoretiker geklärt&#13;
werden, die – bei allen Unterschieden im Detail – für sich das Attribut „liberal“ reklamieren.&#13;
Die vorliegende Arbeit analysiert folglich die Werke von fünf großen Wirtschafts- und&#13;
Sozialphilosophen, nämlich von Friedrich August von Hayek als Repräsentant der&#13;
Österreichischen Schule der Nationalökonomie, Walter Eucken als Vertreter der Freiburger&#13;
Schule der Ordnungsökonomik, Joseph A. Schumpeter als Vertreter einer&#13;
Unternehmertheorie, Milton Friedman als Begründer des Monetarismus und John Maynard&#13;
Keynes als Vertreter einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik. Dabei wird ein&#13;
Zusammenhang des Denkens in Bezug auf allgemeine staatsphilosophische Vorstellungen,&#13;
wirtschaftspolitische Ziele und die Aufgabe sowie den Instrumentenkasten der Geldpolitik&#13;
hergestellt.&#13;
Dabei zeigt sich: Individualistische Vorstellungen über die Gesellschaft gehen mit&#13;
Präferenzen für eine geringe Tätigkeit des Staates in der Wirtschaft sowie einer&#13;
weitgehenden, teils sogar völligen Entkopplung der Geldpolitik von politischer Einflussnahme&#13;
einher. Umgekehrt gehen Vorstellungen, die weniger einem negativen als einem positiven&#13;
Freiheitsbegriff folgen und dem wirtschaftlichen Erfolg des Kollektivs den Vorzug vor der&#13;
Freiheit des Einzelnen geben, mit einer stärkeren Rolle des Staates im wirtschaftlichen&#13;
Koordinations- und Allokationsprozess einher und fordern zugleich eine aktive Rolle der&#13;
Geldpolitik bei der Steuerung des wirtschaftlichen Prozesses. Daraus ist wiederum zu&#13;
schließen: Die Forderung nach einer expansiv ausgerichteten Geldpolitik zur Stimulierung&#13;
von Konjunktur und Wachstum beruht ideengeschichtlich nicht nur auf technischen&#13;
Überlegungen zur Effizienz, sondern stammt von einer grundsätzlich kollektivistischer – teils&#13;
sozialistischer – ausgerichteten Grundüberzeugung. Die Argumentation zum Beispiel für&#13;
oder gegen eine konjunkturstützende Geldpolitik leitet sich nicht nur aus theoretischen&#13;
ökonomischen Modellen ab, deren Richtigkeit etwa durch empirische Methoden überprüft&#13;
werden kann. Sie leitet sich auch aus grundsätzlichen Überzeugungen zum Beispiel über&#13;
den Wert der individuellen Freiheit oder des Schutzes von Eigentumsrechten ab. In der&#13;
politischen wie in der wissenschaftlich-ökonomischen Diskussion kommt dieser Aspekt&#13;
allerdings zu kurz.</description>
      <author>Stephan Balling</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://opus4.kobv.de/opus4-ubbayreuth/frontdoor/index/index/docId/1090</guid>
      <pubDate>Mon, 25 Feb 2013 15:45:25 +0100</pubDate>
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